Archive: Aktuelles

  • Wegweiser „Digitale Debatten“

    Künstliche Intelligenz und Algorithmen verstehen Was ist Künstliche Intelligenz (KI), was sind Algorithmen und algorithmische Systeme? Für Aufklärung sorgt der zweiteilige Wegweiser “Digitale Debatten” aus dem Innovationsbüro des Bundesfamilienministeriums. Der Wegweiser führt in die Themen ein, ermöglicht bereits Informierten einen tieferen Einblick und erläutert zudem mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Mit der Lektüre vermittelt das Bundesfamilienministerium […]

    Künstliche Intelligenz und Algorithmen verstehen

    Photo by ThisisEngineering RAEng on Unsplash

    Was ist Künstliche Intelligenz (KI), was sind Algorithmen und algorithmische Systeme? Für Aufklärung sorgt der zweiteilige Wegweiser “Digitale Debatten” aus dem Innovationsbüro des Bundesfamilienministeriums. Der Wegweiser führt in die Themen ein, ermöglicht bereits Informierten einen tieferen Einblick und erläutert zudem mögliche Risiken und Nebenwirkungen.

    Mit der Lektüre vermittelt das Bundesfamilienministerium Wissen in verständlicher Sprache und gibt einen Überblick zum aktuellen Diskurs zu KI. Die Inhalte ermöglichen ein reflektiertes Mitreden in einer Gesellschaft, deren soziale Beziehungen heute zunehmend digital vermittelt werden. KI und Algorithmen berühren unzählige Lebensbereiche, auch über das Internet hinaus: von der Spracherkennungssoftware über die Gesundheits-App bis hin zur Gesichtserkennung. 

    Teil 1: Algorithmische Systeme

    Was genau ist ein Algorithmus? Verständlich und differenziert klärt der erste Teil des Wegweisers “Digitale Debatten” darüber auf. Dabei veranschaulicht er, in welchen Bereichen Algorithmen zum Einsatz kommen. Er zeigt aber auch, welche Menschen hinter der Erstellung und Umsetzung von algorithmischen Systemen stecken. Außerdem geht es um die Frage, was Künstliche Intelligenz kann – und was nicht.

    Teil 2: Algorithmen und Diskriminierung

    Der zweite Teil des Wegweisers beschäftigt sich mit algorithmenvermittelter Diskriminierung: Zu welchen Fehlern kommt es beim Einsatz von Algorithmen? Was bedeutet eigentlich Diskriminierung? Wie sieht sie aus, wenn sie durch Algorithmen hervorgerufen wird? Außerdem stellt der Wegweiser Beispiele aus der Praxis vor.

    Sie haben Fragen oder wollen mit uns über diese Themen sprechen? Dann melden Sie sich gerne unter kontakt@innovationsbuero.net   

  • Fake News und Filterblasen – wie ist die Bilanz für die Bundestagswahl?

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft – am 14.10. um 17:00 Uhr In den zurückliegenden Jahren haben wir erlebt, wie unsere digitale Kommunikation immer stärker durch Fake News und Filterblasen beeinflusst wird. Wir begegnen in den Sozialen Netzwerken immer mehr Falschmeldungen und es wird zunehmend schwieriger, diese zu erkennen. Außerdem bewegen wir uns digital immer […]

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft – am 14.10. um 17:00 Uhr

    In den zurückliegenden Jahren haben wir erlebt, wie unsere digitale Kommunikation immer stärker durch Fake News und Filterblasen beeinflusst wird. Wir begegnen in den Sozialen Netzwerken immer mehr Falschmeldungen und es wird zunehmend schwieriger, diese zu erkennen. Außerdem bewegen wir uns digital immer stärker in den eigenen Meinungsblasen, weil viele Algorithmen so gestaltet sind, dass sie uns digitale Beiträge eines meist homogenen Meinungsspektrums präsentieren.

    Welche Rolle spielten Fake News und Filterblasen in der Bundestagswahl 2021? Wie können Filterblasen durchbrochen werden? Welche politischen Maßnahmen sind notwendig, um die Probleme zu beheben? 

    Darüber wollen wir mit Euch zusammen bei der nächsten digitalen Innovationswerkstatt diskutieren. Im ersten Teil gibt es zwei Impulse. Alexander Sängerlaub, Director bei Futur Eins, präsentiert uns seine Erkenntnisse zu den zurückliegenden Bundestagswahlen. Er erläutert, wie sich die digitale politische Öffentlichkeit in den zurückliegenden Jahren verändert hat. Im zweiten Impuls teilt Uschi Jonas, Faktencheckerin bei Correctiv, ihre Erfahrungen mit dem Thema Fake News und Faktenchecks. 

    In der Gruppenphase seid ihr gefragt und wir wollen gemeinsam an innovativen Lösungen arbeiten.

    Ablaufplan:

    17:00 Uhr       Begrüßung

    17:05 Uhr       Vortrag Fake News und Filterblasen bei der Bundestagswahl, Alexander Sängerlaub (Director Futur Eins)

    17:25 Uhr       Vortrag Uschi Jonas zu Factchecking (Faktencheckerin Correctiv)

    17:45 Uhr        Gruppenphase

    18:15 Uhr       Vorstellung der Ergebnisse

    18:30 Uhr       Ende

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und mit Bürgerinnen und Bürgern zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt wird digital, über WebEx, stattfinden. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link https://pretix.eu/innovationsbuero/bundestagswahl/. Wir schicken Euch dann anschließend die Zugangsdaten zu.

  • Das war die achte Innovationswerkstatt

    Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? Gibt es online auch in nett?  Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten Gesellschaftspolitik” für die digitale Gesellschaft von morgen: Digitale Innovationen können das […]

    Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? 
    Gibt es online auch in nett? 

    Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten Gesellschaftspolitik” für die digitale Gesellschaft von morgen: Digitale Innovationen können das Leben der Menschen einfacher, sicherer und sozialer machen und gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich lösen, wenn der technologische Fortschritt in den Dienst der Allgemeinheit gestellt wird. Dazu müssen Gesellschaftspolitik und Digitalisierungspolitik zusammen gedacht werden. 

    Bei der achten Innovationswerkstatt wurde im ersten Teil diese „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ vorgestellt. Welche Projekte will das Ministerium angehen und wie sieht die Vorstellung für die Zukunft aus?

    Im zweiten Teil konnten die Teilnehmer*innen in Kleingruppen tiefer in die einzelnen Kapitel der Agenda einsteigen und Visionen für die digitale Gesellschaft entwickeln. 

    Die Learnings aus den Gruppen:

    1. Vorhandene Daten sollten zur zielgenauen Identifikation und Ansprache Leistungsberechtigter sowie zur kontinuierlichen Verbesserung von Services genutzt werden.

    2. Wir müssen den Digital Gap schließen. Hierzu kommt es vor allem auf die Vermittlung von Kompetenzen, wie der Fähigkeit, selbstständig Angebote bewerten zu können, besonders für vulnerable Gruppe an.

    3. Um die Zivilgesellschaft zu unterstützen und zu befähigen braucht es vor allem offene Datenbanken.

    4. Smart ist kein Selbstzweck und sollte das Menschliche im Miteinander nicht ersetzen. Digitale Netzwerke sollten in diesem Sinne auch zu mehr menschlichem Kontakt führen und nicht zu weniger.

    Positiv wurde wahrgenommen, dass die Agenda vielen dieser Forderungen bereits mit konkreten Leuchtturmprojekten begegnet. Die weiteren Eindrücke und gesammelten Bedarfe aus der Zivilgesellschaft werden in den weiteren Entwicklungsprozess der Agenda eingehen. Abschließend äußerten Teilnehmende zudem den Wunsch, dass Strategien wie diese mit Strategien anderer Ministerien der Regierung harmonieren müssen.

  • Learning by Strategizing

    „Wir wollen dem Wandel nicht hinterherlaufen, wir wollen ihn gestalten“, eine häufig gehörte Plattitüde in der Diskussion um den digitalen Wandel, die keine sein müsste. Den Wandel voranzutreiben, ihn auszugestalten und nach eigenen Zielen zu formen, ist nicht nur für Politik und Verwaltung eine große Herausforderung, die aber möglich ist – und nötig.  Im Rückblick […]

    Copyright: Kerstin Musl

    „Wir wollen dem Wandel nicht hinterherlaufen, wir wollen ihn gestalten“, eine häufig gehörte Plattitüde in der Diskussion um den digitalen Wandel, die keine sein müsste. Den Wandel voranzutreiben, ihn auszugestalten und nach eigenen Zielen zu formen, ist nicht nur für Politik und Verwaltung eine große Herausforderung, die aber möglich ist – und nötig. 

    Im Rückblick auf den Prozess zur Erstellung der „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ des BMFSFJ wollen wir Bilanz ziehen: Wozu braucht es eigentlich eine Digitalstrategie, wie lässt sich diese am zielführendsten umsetzen und welche Lehren haben wir aus dem Prozess gezogen?

    Wozu brauchen wir Strategien?

    Jede Partei, jedes Ressort und fast jede Behörde hat inzwischen eine Digitalisierungsstrategie. Die Papiere unterscheiden sich allerdings in Struktur und Zweck. Viele Publikationen sind vor allem auf den Blick von außen ausgelegt: Die Institution will ihre Leistungen präsentieren. Organisationen brauchen kommunizierbare Strategien, allein schon um Anschlussstellen für die Kooperation mit anderen Organisationen, Behörden und der Zivilgesellschaft zu ermöglichen.

    Viel wichtiger ist eine Digitalstrategie aber für die Orientierung innerhalb eines Hauses. Ohne eine gemeinsame Vision fehlen auf Arbeitsebene die Anlässe und Wegweiser für aktuelle und potenzielle Digitalisierungsprojekte. Mit der Digitalisierung geht – und das ist keine weitere Plattitüde – in vielen Bereichen der Verwaltung auch ein Paradigmenwechsel einher, mit dem sich viele kleinteilige Fragen auftun, die auf politischer Ebene entschieden werden müssten, aber aus Ressourcengründen dort nicht einzeln entschieden werden können. 

    So kann die Hausleitung beispielsweise nicht bei der Entwicklung von Chatbots mit am Tisch sitzen, um die Tonalität der Ansprache zu bestimmen, oder die Fragen beantworten, ob Bürger*innen proaktiv angesprochen oder Leistungen datengetrieben automatisch zugewiesen werden sollen. Um die Gestaltungsmöglichkeiten der Verwaltung auszuschöpfen und zu koordinieren, ist ein Management über bestehende Abstimmungsprozesse und Leitungsvorlagen zu langsam und kann der Komplexität der Projekte nicht gerecht werden.

    Eine konsolidierte Zukunftsvision mit klaren Zielen und transponierbaren Lösungswegen bietet hier Orientierung über alle Ebenen hinweg und entlastet die Leitung. Gleichzeitig kann eine Strategie dabei Wege aufzeigen, um diese Ziele zu erreichen und sinnvolle Anschlussstellen für interne Kooperationsprojekte zu identifizieren. 

    Woraus sollte eine Strategie bestehen?

    Gerade im Verwaltungskontext ist es wichtig, den Wert von Strategien für eine Entlastung der Leitung und Gestaltungsfreiheit auf Arbeitsebene zu vermitteln. Klar ist, dass ein verbreitetes Verständnis von Strategien als Sammlung aktueller Maßnahmen, ergänzt um eine zusammenfassende Überschrift, nicht ausreicht, um eine implizite Steuerung der Organisation und Identifikation von Innovationspotenzialen zu ermöglichen.

    Um wirksam zu werden, muss eine Strategie drei Anforderungen gerecht werden: 

    (1.) Sie muss eine klare Vision einer erstrebenswerten Zukunft für die Organisation und ihre Umwelt formulieren. 
    (2.) Sie muss aus dieser Vision Ziele und Zwischenschritte ableiten, um den Weg für die Organisation operationalisierbar zu machen. 
    (3.) Sie muss die Ziele von der angestrebten Wirkung aus formulieren. „Wir wollen es besser machen“ ist kein implementierbares Ziel und „wir wollen eine App bauen“ kein wirksames.

    Was trivial klingt, ist in der Praxis eine große Herausforderung, der viele Digitalstrategien nicht gerecht werden. Besonders auf Ebene der Bundesverwaltung ist die Formulierung wirksamer und implementierbarer Ziele oft schwierig, da sie nicht für die Umsetzung konkreter Lösungen zuständig ist, sondern dafür, die Rahmenbedingungen für Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung zu schaffen, damit diese eigenständig Lösungen entwickeln können. Doch ohne wirkungsorientierte Ziele können auch die Rahmenbedingungen nicht zielführend gestaltet werden. 

    Wie findet man eine Strategie?

    Doch wie kommt man zu einer gemeinsamen Zukunftsvision und wirksamen Zielen sowie operationalisierbaren Unterzielen? Das klassische Schema der Strategieentwicklung verläuft über (1.) die Entwicklung verschiedener Zukunftsszenarien, (2.) die Kategorisierung von wünschenswerten und weniger wünschenswerten Entwicklungen innerhalb dieser Szenarien und daraus folgend (3.) eine Ableitung von Maßnahmen, um wünschenswerte Entwicklungen zu befördern und weniger wünschenswerte zu vermeiden. Im letzten Schritt (4.) müssen diese Maßnahmen noch in der Organisation implementiert werden.

    In der Verwaltung als pluralistische Institution können solche Ziele nicht allein von der Hausleitung entwickelt werden. Die Komplexität und Vielfalt der Aufgaben sind ebenso wenig in kleiner Runde abzubilden wie die Vielfalt möglicher Lösungen und notwendiger Kooperationen. Entsprechend ist die Entwicklung einer Strategie für eine Bundesbehörde eigentlich nur bottom-up von der Arbeitsebene aus denkbar. 

    Hierzu müssen von den Fachabteilungen für jedes Fachthema einzeln Szenarien für wünschenswerte und weniger wünschenswerte Entwicklungen der Zukunft konzipiert werden. Angereichert mit Beispielen aus der Praxis anderer Länder und Organisationen entwickeln die Abteilungen und Referate dann eigene Zwischenziele und Maßnahmen, um auf diese Zukunftsvisionen vorausschauend zu reagieren. Mit der „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ haben das BMFSFJ und das Innovationsbüro gemeinsam den Versuch gewagt, dieses theoretische Framework in der fachpolitischen Praxis umzusetzen.

    Wie ist die „Agenda für eine smarte Gesellschaftspolitik“ des BMFSFJ entstanden?

    In enger Abstimmung mit dem Haus hat das Innovationsbüro eine Workshopreihe konzipiert, in der zusammen mit Vertreter*innen aller Fachabteilungen eine Vorstellung von den aktuell absehbaren technischen Entwicklungen der Zukunft erarbeitet wurde. Auf dieser Grundlage haben die Abteilungen dann ihre bestehenden Maßnahmen auf ihre Wirkung für diese Entwicklungen überprüft und neue Maßnahmen konzipiert, um diesen Entwicklungen zielführend zu begegnen. Besonders inspirierend war hierbei die Einbindung von best practices beispielsweise aus dem Fundus des Observatory for Public Sector Innovation der OECD.

    Diese Maßnahmen und Perspektiven wurden dann durch das Agenda-Arbeitsteam geclustert und auf operationalisierbare und wirkungsorientierte Ziele hin zugespitzt. Dabei wurde immer wieder die Abstimmung gleichermaßen mit Leitung und Arbeitsebene im Haus gesucht. Zuletzt trugen die Fachabteilungen ihre prominentesten Maßnahmen als Leuchtturmprojekte für die verschiedenen entstandenen Handlungsfelder- und Themen zusammen. Dabei ging es nicht nur um bestehende Initiativen, sondern auch um Maßnahmen, die aus einer Bewusstwerdung über kommende Bedarfe im Prozess entstanden sind.

    Was kam dabei heraus?

    Am Ende des Prozesses konnte das Haus eine 80-seitige Agenda vorlegen, in der es, verteilt auf fünf Handlungsfelder, die zukünftigen Herausforderungen und Lösungskonzepte definiert und am Beispiel von konkreten Leuchtturmprojekten erklärt. Zusammengehalten werden die vielfältigen Themen durch das gemeinsame Narrativ des „smarten Gesellschaftsministeriums“, das die Digitalisierung vom Menschen her denkt und von dort aus, wo sie ihn konkret betrifft: im Alltag, in der Gestaltung seines Familienlebens, seiner sozialen Kontakte, der Lebensorganisation, Arbeit und Freizeit.

    Um die Richtung für die nächsten Jahre zu bestimmen und abteilungsübergreifende Orientierung im Haus zu stiften, hat sich das BMFSFJ sechs Ziele gesetzt:

    1. Digitale Innovationen sollen den Alltag der Menschen bereichern – ihn einfacher, sicherer und sozialer machen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Digitalisierung konsequent von Menschen für Menschen gedacht wird. 

    2. Digitale Innovationen sollen zu einem selbstbestimmten Leben beitragen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen neue Tools nach ihren individuellen Bedürfnissen nutzen können. Dazu braucht es digitale Kompetenzen. Diese fördern wir bei all unserer Zielgruppen. 

    3. Daten müssen allen nutzen. Deswegen wollen wir ein offenes Daten-Ökosystem in Deutschland schaffen, in dem Daten sicher geteilt und gemeinsam genutzt werden können. Wir etablieren die Infrastruktur, um technische Innovationen in die Zivilgesellschaft zu bringen – um soziale Innovationen für das Gemeinwohl zu ermöglichen.

    4. Wir wollen auch im Netz ein demokratisches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft ermöglichen. Deswegen stärken wir jene gesellschaftlichen Kräfte, die sich in einer digitalen Welt für den demokratischen Zusammenhalt und offene sowie geschützte Diskussionsräume einsetzen.

    5. Wir setzen uns für eine offene und respekt­volle digitale Gesellschaft und ein Netz ohne Gewalt ein. Die Digitalisierung darf bestehende Ungerechtigkeiten und Ausgrenzungen nicht manifestieren oder sogar noch vertiefen. Deswegen schaffen wir Rahmenbedingungen und Angebote, die einer unethischen, missbräuchlichen oder diskriminierenden Technologienut­zung vorbeugen, und bieten betroffenen Menschen umfangreiche Hilfe. 

    6. Wir denken Service durch digitale Mittel neu. Wir wollen Familienleistungen und andere Serviceangebote so unkompliziert, sicher und nutzer*innengerecht wie möglich anbieten. Damit stellen wir die Weichen für eine bürgernahe Verwaltung.

    Welche Erfahrungen hat das Innovationsbüro aus dem Prozess mitgenommen?

    Aus unserer Sicht ist das Experiment, eine Digitalisierungsstrategie bottom-up zu entwickeln, geglückt. Natürlich ist der Aufwand erheblich und die Kohärenz und Zuspitzung der gemeinsamen Vision herausfordernd. Dennoch ließen sich umsetzbare und pointierte Ziele ableiten und eine Orientierung nach innen und außen herstellen.

    Zentral ist es, allen Stakeholder*innen den Mehrwert einer Hausstrategie besonders für ihre eigene Arbeit im Vorhinein zu vermitteln. Nur so lassen sich das notwendige Commitment und die benötigten Ressourcen sicherstellen.

    Eine solche Verfahrensweise ist in der Entwicklungsphase sehr ressourcenintensiv, allerdings spart sie einen erheblichen Teil der Kräfte, die sonst in die Implementierung der Strategie fließen würden, da alle Fachbereiche schon in der Entwicklung einbezogen wurden, ihre Perspektive einbringen und die Umsetzung planen konnten.

    Der größte Erfolg sind die Lehren und Erkenntnisse, die der Prozess auf allen Ebenen von den Referaten bis zur Hausleitung hinterlassen hat. Die Arbeit an einer gemeinschaftlichen Position sowie die Erkundung der Rolle, die jede*r Einzelne auf dem Weg zu diesem Ziele übernimmt, hat der Arbeit eine klare gemeinsame und zukunftsfähige Richtung gegeben. Aus dieser Erfahrung heraus könnte man sagen, dass es für die Zukunftsfähigkeit eines Hauses wichtiger ist, eine Strategie zu erarbeiten, als eine zu haben.

  • Was ist unsere Vision für eine smarte Gesellschaft?

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 30.06. um 17:00 Uhr Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? Gibt es online auch in nett?  Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten […]

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 30.06. um 17:00 Uhr

    Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? 
    Gibt es online auch in nett? 

    Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten Gesellschaftspolitik” für die digitale Gesellschaft von morgen: Digitale Innovationen können das Leben der Menschen einfacher, sicherer und sozialer machen und gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich lösen, wenn der technologische Fortschritt in den Dienst der Allgemeinheit gestellt wird. Dazu müssen Gesellschaftspolitik und Digitalisierungspolitik zusammen gedacht werden. 

    Wie das aussehen kann, wollen wir mit Euch in der nächsten Innovationswerkstatt diskutieren. Im ersten Teil des Abends stellen Euch Alena Polth (Referat 206) und Michael Puntschuh (Innovationsbüro) vor, wie die neue Digitalstrategie in einem abteilungsübergreifenden Prozess im BMFSFJ erarbeitet wurde und welches ihre zentralen Handlungsfelder und Ziele sind. Anschließend werden wir in Gruppen diskutieren, wie Eure Vision von einer smarten Gesellschaft aussieht, und wie wir sie gemeinsam gestalten wollen.

    Ablauf

    17:00              Begrüßung

    17:05              Präsentation der „Agenda für die smarte Gesellschaftspolitik“

    17:25              Gruppenarbeit: Was ist unsere Vision einer smarten Gesellschaft?

    17:55              Präsentation der Gruppen

    18:30              Ende

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und mit Bürgerinnen und Bürgern zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt wird digital, über WebEx, stattfinden. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link https://pretix.eu/innovationsbuero/vision. Wir schicken Euch dann anschließend die Zugangsdaten zu.

  • Verantwortlich handeln im digitalen Zeitalter

    Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt. Das wirft auch ethische Fragen auf. Eine Anleitung des Bundesfamilienministeriums unterstützt dabei, digitale Projekte verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert umzusetzen.  Können Algorithmen Menschen diskriminieren? Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung des Arbeitslebens auf das Familienleben und die Kinderbetreuung aus? Was bedeuten digitale Assistenzsysteme in der Pflege für die Selbstbestimmung von […]

    Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt. Das wirft auch ethische Fragen auf. Eine Anleitung des Bundesfamilienministeriums unterstützt dabei, digitale Projekte verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert umzusetzen. 

    Foto von Kelly Sikkema auf Unsplash, eigene Bearbeitung

    Können Algorithmen Menschen diskriminieren? Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung des Arbeitslebens auf das Familienleben und die Kinderbetreuung aus? Was bedeuten digitale Assistenzsysteme in der Pflege für die Selbstbestimmung von Seniorinnen und Senioren? Die Anleitung des Bundesfamilienministeriums “Was ist ‘gut’ im digitalen Zeitalter? – Anleitung zu einem ethischen Reflexionsprozess” befähigt dazu, Antworten auf solche komplexen Fragestellungen zu finden. Sie wurde zusammen mit dem Innovationsbüro des Hauses entwickelt. Organisationen der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft werden damit unterstützt, digitale Projekte verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert umzusetzen.

    Digitalisierung wirft ethische Fragen auf

    Die zunehmende Digitalisierung von Dienstleistungen und die Entwicklung von digitalen Anwendungen bedeutet für Organisationen der öffentlichen Verwaltung sowie für Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft, sich mit digitalethischen Fragen auseinanderzusetzen. Es geht um Chancen und Herausforderungen, aber auch um die nötige Akzeptanz für den digitalen Wandel. Und darum, Probleme zu erkennen und eine Antwort darauf zu geben, was “gut” ist im digitalen Zeitalter.

    Diskurs fördern und Impulse geben

    Mit der Anleitung des Bundesfamilienministeriums können alle Akteurinnen und Akteure aus der Zivilgesellschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft eigenständig und praxisorientiert ethische Fragestellungen zu ihren Digitalprojekten bearbeiten. Durch die Reflexion werden unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema eingenommen, eigene Standpunkte hinterfragt und mögliche, bisher nicht beachtete Problemfelder identifiziert. Mit der Anleitung werden nicht nur Klärungsbedarfe aufbereitet und mögliche Konflikte identifiziert, sondern auch digitale Kompetenzen aufgebaut, die Kultur des Diskurses wird gestärkt und neue Denkimpulse werden entwickelt. Um einen gelingenden Workshop sicherzustellen, gibt es für die Anleitung erläuternde Erklärungsfolien in Form einer “Moderationsversion”.

    Hier finden Sie eine Einführung zur Anleitung: Kurzüberblick.

    Die Anleitung können Sie hier herunterladen:

  • Agenda für smarte Gesellschaftspolitik gelauncht

    Die Milch ist fast leer, sagt der Kühlschrank. Heike Lenz nickt dankend, das hatte sie fast vergessen. Sie diktiert ihrem virtuellen Sprachassistenten die neue Einkaufsliste:  Äpfel, Mehl, Brot – Milch. Ein paar Klicks später ist der Einkauf erledigt. Der Supermarkt wird schon am nächsten Tag alles an die Haustür liefern. Das smarte Zuhause – für […]

    Die Milch ist fast leer, sagt der Kühlschrank. Heike Lenz nickt dankend, das hatte sie fast vergessen. Sie diktiert ihrem virtuellen Sprachassistenten die neue Einkaufsliste: 

    Äpfel, Mehl, Brot – Milch. Ein paar Klicks später ist der Einkauf erledigt. Der Supermarkt wird schon am nächsten Tag alles an die Haustür liefern. Das smarte Zuhause – für viele Menschen ist es keine Science-Fiction mehr, sondern gelebte Realität. Der Kühlschrank denkt beim Einkauf mit, Haushaltsroboter helfen beim Aufräumen oder Kochen. Herdplatte versehentlich anlassen? Ausgeschlossen. Die smarte Zukunft hat längst begonnen. Die Digitalisierung verändert unser Zusammenleben – in der Freizeit wie im Beruf. 

    Deshalb ist klar: Gesellschaftspolitik und Digitalisierungspolitik gehören zusammen und müssen zusammen gedacht werden. Das BMFSFJ hat daher eine Agenda für smarte  Gesellschaftspolitik entwickelt, die am 4.5. vorgestellt wurde. Das Innovationsbüro hat den Prozess maßgeblich gestaltet und mitkoordiniert. Sie zeichnet eine Vision von menschenzentrierter Politik für eine digitale Gesellschaft und zeigt gleichzeitig anhand laufender Projekte, wie diese Vision umgesetzt werden kann.

    Die neue Agenda ist eine digitalpolitische Weiterentwicklung der bestehenden Strategie aus dem Jahr 2018 und wurde erstmals in einem gemeinsamen Arbeitsprozess mit allen Abteilungen im Haus und begleitet vom Innovationsbüro entwickelt. Angesichts immer neuer technologischer Entwicklungen und den Folgen aus der Corona-Pandemie soll ein Ausblick gewagt werden, wie gemeinwohlorientierte, „smarte Gesellschaftspolitik“ in einer digitalisierten Welt aussehen kann und welche Rolle und Aufgaben das BMFSFJ in diesem Kontext übernimmt. 

    In fünf Handlungsfeldern wurden 14 Themen identifiziert, die digitalpolitisch hochaktuell sind und gleichzeitig besonders anschaulich machen, wie sich die Digitalisierung im Alltag der Menschen auswirkt. Passend dazu werden Leuchtturmprojekte aus dem BMFSFJ vorgestellt, die im Sinne von Best-Practice-Beispielen zeigen, an welchen greifbaren Lösungen das BMFSFJ für seine Zielgruppen arbeitet.

    Die Agenda für smarte Gesellschaftspolitik findet sich unter folgendem Link.

    Launch von Maps4Parents

    Ein Leuchtturmprojekt der Agenda ist Maps4Parents. Maps4Parents ist ein Projekt des Innovationsbüros. Auf einer digitalen Karte finden sich relevante Orte und Adressen für Familien und Eltern: Von Spielplätzen, Minigolfanlagen und Eis-Cafés bis hin zu Beratungsstellen und Behörden. Alles an einem Ort. Derzeit liegt die Karte in einer Beta-Version vor. Dafür wurden vor allem auf offene Datenquellen gesetzt. Deshalb gibt in der aktuellen Version Orte aus manchen Kategorien nur in Berlin, Hamburg, Moers oder Rostock. 

    Zum Projekt kommt man unter folgendem Link.

  • Das war die siebte Innovationswerkstatt

    Mit der Digitalisierung stellen sich viele ethische Fragen neu. Doch was heißt Ethik eigentlich und wie setzt man sich mit der Digitalisierung „ethisch“ auseinander? Und wie kann eine ethische Diskussion über digitale Innovationen gelingen? Diesen Fragen sind wir bei der siebten Innovationswerkstatt nachgegangen.  Nach der Begrüßung erläuterte Nicola Sommer aus dem Referat „Digitale Ethik, digitalpolitische […]

    Copyright Kerstin Musl

    Mit der Digitalisierung stellen sich viele ethische Fragen neu. Doch was heißt Ethik eigentlich und wie setzt man sich mit der Digitalisierung „ethisch“ auseinander? Und wie kann eine ethische Diskussion über digitale Innovationen gelingen? Diesen Fragen sind wir bei der siebten Innovationswerkstatt nachgegangen. 

    Nach der Begrüßung erläuterte Nicola Sommer aus dem Referat „Digitale Ethik, digitalpolitische Zusammenarbeit, Familienportal“ des BMFSFJ welche Ideen das Ministerium bislang für das Thema erarbeitet hat. Sie stellte dar, was digitale Ethik für das Ministerium bedeutet und wie der weitere Prozess aussieht. Wichtig beim Prozess sei, dass ein digitalethisches Denken nicht nur auf dem Papier, sondern auch in den Köpfen ankommt. Man wolle ethische Überlegungen trainieren und verankern.

    Anschließend stellte das Innovationsbüro die „Reflexionsanleitung zu guten Projekten im digitalen Zeitalter“ vor, die in den letzten Monaten entwickelt wurde. Mit der Anleitung sollen Akteure und Stakeholder aus dem öffentlichen Sektor, also der Verwaltung und Zivilgesellschaft zum Umgang mit ethischen Herausforderungen digitaler Technologien unterstützt werden. Sie sollen befähigt werden, eigenständig ethische Leitfragen zu entwickeln. Daher besteht das Kernstück des Prozesses in der Beleuchtung unterschiedlicher Standpunkte und Perspektiven sowie einer Entwicklung und Adressierung von ethischen Fragestellungen. Dadurch wird nicht nur digitale Souveränität ausgebaut, sondern auch eine respektvolle Diskurskultur gestärkt und eine Grundlage für stakeholderübergreifende digitalethische Dialoge geschaffen.

    In der anschließenden Gruppenphase konnten die Teilnehmer*innen einen Schritt der Reflexionsanleitung testen und ihn bewerten.

    Dies sind die Learnings aus der Innovationswerkstatt:

    1. Digitalethische Diskussionen müssen bei Digitalisierungsprojekten immer stattfinden. Das hilft, wichtige Chancen und Herausforderungen zu identifizieren und kann etwa dabei helfen, technische Anforderungen zu formulieren.

    2. Bei ethischen Fragen gibt es keine einfachen Antworten – aber die digitalethische Reflexion ist erforderlich, damit die Digitalisierung im Sinne der Gesellschaft gestaltet werden kann.

    3. Es kann hilfreich sein, bei der digitalethischen Reflexion auch die Betroffenen direkt einzubeziehen. Bei Assistenzsystemen in der Pflege würde das etwa bedeuten, auch mit Pfleger*innen, zu Pflegenden und Angehörigen zu sprechen und ihre Erwartungen und Wertvorstellungen einzubeziehen. 

  • Wo bleibt die Ethik in der Digitalisierung?

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 23.03. um 17:00 Uhr Wie soll die Kommunikation zwischen Menschen und automatisierten Programmen gestaltet werden? Wie sieht eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeiten von Home Office aus? Können digitale Assistenzsysteme in der Pflege unterstützen oder bedeuten sie ein Verlust des menschlichen Miteinanders? Mit der Digitalisierung […]

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 23.03. um 17:00 Uhr

    Copyright Kerstin Musl

    Wie soll die Kommunikation zwischen Menschen und automatisierten Programmen gestaltet werden? Wie sieht eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeiten von Home Office aus? Können digitale Assistenzsysteme in der Pflege unterstützen oder bedeuten sie ein Verlust des menschlichen Miteinanders?

    Mit der Digitalisierung stellen sich viele neue ethische Fragen. Doch was heißt Ethik eigentlich und wie setzt man sich mit der Digitalisierung „ethisch“ auseinander? Und wie kann eine ethische Auseinandersetzung mit digitalen Innovationen gelingen?

    Darüber wollen wir mit Euch zusammen bei der nächsten digitalen Innovationswerkstatt diskutieren. Wir präsentieren die ersten Ergebnisse der Konzeption eines ethischen Reflexionsprozesses und wollen dann in Kleingruppen einige Schritte dieses Prozesses anhand eines Beispielthemas mit Euch zusammen durchlaufen.

    Ablaufplan:

    17:00  Begrüßung

    17:05  Vorstellung der Auseinandersetzung mit digitaler Ethik im BMFSFJ

    17:15  Vorstellung des Models eines ethischen Reflexionsprozesses durch das Innovationsbüro

    18:10  Vorstellung der Ergebnisse und Feedback der Teilnehmenden

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und mit Bürgerinnen und Bürgern zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt wird digital, über WebEx, stattfinden. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link https://pretix.eu/innovationsbuero/ethik/. Wir schicken Euch dann anschließend die Zugangsdaten zu.

  • Das war die sechste Innovationswerkstatt

    Bei der sechsten Innovationswerkstatt ging es um Daten und die Frage, wie sie den Alltag von Familien erleichtern können. Wie kann der Staat durch datenbasierte Anwendungen Familien unterstützen? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft hier einnehmen? Und welche Daten sind rund um den Bereich Familienleben eigentlich heute schon verfügbar?  Den ersten Input gab Holger Dieterich von […]

    Bei der sechsten Innovationswerkstatt ging es um Daten und die Frage, wie sie den Alltag von Familien erleichtern können.

    Wie kann der Staat durch datenbasierte Anwendungen Familien unterstützen? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft hier einnehmen? Und welche Daten sind rund um den Bereich Familienleben eigentlich heute schon verfügbar? 

    Den ersten Input gab Holger Dieterich von SOZIALHELD*INNEN e.V. 

    Holger stellte drei Projekte der Sozialheld*innen vor, die auf Daten basieren. Ihr Handeln ist geprägt von der Forderung der gleichberechtigten Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

    Dahinter steckt unter anderem die Frage, wo Menschen mit eingeschränkter Mobilität ohne Probleme am sozialen Leben teilhaben können. Wo können sie beispielsweise barrierefrei ein Café besuchen oder die Bahn nutzen? Solche Fragen und Herausforderungen lassen sich durch die Sammlung, Aufbereitung und Veröffentlichung von (Zugangs-) Daten lösen. Übergeordnetes Ziel ist es zudem, durch die Sammlung von Daten, die für viele Menschen oft nur eingeschränkt mögliche Teilhabe am öffentlichen und sozialen Leben sichtbarer zu machen. Weiterhin sollen die Aktivismus-Initiativen, die dies thematisieren, gestärkt werden.

    Zu den Sozialheld*innen-Projekten gehört bspw. die Plattform wheelmap.org. Auf einer offenen Karte werden hier durch Crowdsourcing – also durch ein gemeinsames Sammeln von Daten durch viele Menschen – Orte markiert und mit Informationen sowie Fotos versehen, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich sind. Die Wheelmap konnte durch das Engagement der vielen Datensammler*innen bis heute eine Million Orte identifizieren.

    Eine zweite Methode, Daten zu nutzen, ist für die Sozialheld*innen die Vereinbarung von Daten-Partnerschaften. Durch das gemeinsame Sammeln und Teilen von Daten mit heute 79 (nicht-)kommerziellen Partner*innen in der Accessibility.Cloud konnte die Wheelmap nochmals um eine Million Orte erweitert werden. 

    Die dritte Methode, die Holger vorstellte, ist das Schaffen von Daten durch Maschinen. Als Mitgründer Raul Krauthausen eines Nachts mit seinem elektrischen Rollstuhl vor einem kaputten Aufzug auf einem U-Bahn-Bahnsteig strandete, wurde den Sozialheld*innen klar: Daten zu sammeln reicht manchmal nicht aus. Daten müssen auch geschaffen werden. Aus dieser Erkenntnis entstand ein Förderprojekt, bei dem Sensoren an Aufzügen angebracht werden. Sie geben Auskunft, ob Aufzüge funktionieren oder nicht. So werden die Daten, ob ein Aufzug an einem Ort verfügbar ist um die Echtzeit-Information erweitert, ob der Aufzug auch funktioniert. 

    Zum Schluss fasste Holger zusammen: „Daten müssen gesammelt, für alle geteilt und standardisiert werden, damit sie einen Mehrwert für die Menschen haben. So wird das Wissen, was (nicht) barrierefrei ist, in der Gesellschaft omnipräsent und eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.“ 

    Im zweiten Teil stellte Luise Springer vom Deutschen Roten Kreuz das Projekt Eltern Campus vor. Das Projekt ist eine Online Plattform, die jungen Eltern über die Teilnahme an Live-Kursen nicht nur Wissen zu Themen wie „Babyernährung und Beikost“, „Erste Hilfe am Kind“ oder „Familienstart: Baby & ich von A-Z“ vermittelt, sondern auch Raum für Rückfragen an die zertifizierten Kursleiter*innen bietet.

    Damit führt Eltern Campus akut von der Pandemielage betroffene jungen Familien in Zeiten von Social Distancing zusammen und schafft eine zentrale Plattform für die Buchung und virtuelle Durchführung von Kursen. Daten spielen hier vor allem für die Optimierung des Kursangebots eine Rolle. Was brauchen die Eltern? Wann haben sie Zeit? Welche Hindernisse gibt es für sie, nicht an Kursen teilzunehmen? Dies alles kann erfasst und das Kursprogramm entsprechend gestaltet werden. Es scheint sich bereits abzuzeichnen, dass das digitale Live-Programm nicht nur in Zeiten der Pandemie auf große Nachfrage stoßen wird. Schon nach der ersten Phase zeichnete sich ab, dass die bisherigen physischen Angebote zum Teil Menschen ausgeschlossen hatten, die nun einfacher teilnehmen konnten. 

    Im Anschluss diskutierten die 30 bunt gemischten Teilnehmer*innen in Break Out Sessions über Fragen wie: „Was sind die Hindernisse der Nutzung von Daten im Familienbereich? Und wie könnte man diesen konkret begegnen?“ 

    Die Learnings aus der Veranstaltung:

    Learning1: Einerseits gehen wir mit unseren Daten viel zu oft viel zu sorglos um, andererseits fehlen aber auch Alternativen (wie beispielsweise eine alternative Cloud-Infrastruktur) für einen verantwortungsvolleren Umgang. Das hat besonders auch das Jahr 2020 gezeigt, in dem viele Freizeitangebote mit der Herausgabe zusätzlicher Daten verbunden wurden (etwa Freibad- oder Restaurantbesuche). Anhand wissenschaftlicher Studien könnte hier angesetzt werden, um genauer zu untersuchen, wie verschiedene gesellschaftliche Gruppen mit ihren Daten umgehen und inwiefern sich ihr Verhalten im Alltag dadurch verändert. 

    Learning 2: Daten spielen für unsere Gesellschaft eine immer größere Rolle – für ökonomische Wertschöpfung, wissenschaftlich-technische Entwicklung oder die Unterstützung von evidenzbasierten Entscheidungen in den unterschiedlichsten Bereichen. Eine strategische, bedarfsorientierte und inklusive Weichenstellung in Bezug auf Daten kann von zentraler Bedeutung für das Familien- und Gemeinwohl sein.

    Learning 3: Ein vorsichtiger Umgang, eine zielgerichtete Vorgehensweise und Transparenz bei der Sammlung von Daten sind wichtige Punkte, wenn es darum geht, Skeptiker*innen von den damit verbundenen Vorteilen zu überzeugen. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um sehr sensible Daten handelt. 

    Die Innovationswerkstatt endete mit den abschließenden Worten von Friederike Schubart aus dem BMFSFJ: Sie wies auf die gerade entstehende Datenstrategie des BMFSFJ hin und betonte dabei besonders die Rolle des dritten Sektors. Diese wird auf dem Weg zu datenbasierten, gemeinwohlorientierten Innovationen immer wichtiger. 

  • Wie können Daten den Alltag von Familien erleichtern?

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 09.12. um 17:00 Uhr Daten haben heute schon in vielen Fällen einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Unsere Kommunikation, unser Alltagsleben oder unsere Kaufentscheidungen werden immer stärker von Algorithmen beeinflusst, die auf der Analyse unserer persönlichen Daten basieren. Doch wie können Daten eingesetzt werden, um den Alltag von […]

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 09.12. um 17:00 Uhr

    Copyright: Kerstin Musl

    Daten haben heute schon in vielen Fällen einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Unsere Kommunikation, unser Alltagsleben oder unsere Kaufentscheidungen werden immer stärker von Algorithmen beeinflusst, die auf der Analyse unserer persönlichen Daten basieren. Doch wie können Daten eingesetzt werden, um den Alltag von Familien zu erleichtern? Wie kann der Staat durch datenbasierte Anwendungen Familien unterstützen? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft hier einnehmen? Und welche Daten sind rund um den Bereich Familienleben eigentlich heute schon verfügbar? Diesen Fragen wollen wir in der nächsten Innovationswerkstatt nachgehen. Wir wollen einen Blick darauf werfen, welche BestPractice-Beispiele es bereits gibt. Und wir wollen zusammen erarbeiten, was noch fehlt und Lösungsansätze entwickeln.

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und Bürgerinnen und Bürger zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt am 9. Dezember startet mit einem Input von Holger Dieterich. Er ist Vorstand von Sozialhelden e.V. sowie Gründer von Wheelmap.org. Er spricht über die Potentiale, wie Daten in der Zivilgesellschaft nutzbar gemacht werden können. Anschließend stellt uns Luise Springer vom Deutschen Roten Kreuz das Projekt Eltern Campus vor. Eltern Campus führt die akut von der Pandemielage betroffene Gruppe der jungen Familien in Zeiten von Social Distancing zusammen und schafft mit einem Prototypen eine zeitnah einsetzbare, zentrale Plattform für die Buchung und virtuelle Durchführung von Kursen. Im zweiten Teil soll in einer Gruppenphase gemeinsam an festgestellten Herausforderungen gearbeitet und Lösungsansätze entwickelt werden. 

    Die Innovationswerkstatt wird digital stattfinden. Da die Plätze aus technischen Gründen begrenzt sind, bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link https://pretix.eu/innovationsbuero/daten/

    Wir freuen uns auf Euch!

    Ablaufplan:

    17:00 Uhr       Begrüßung

    17:10 Uhr       Wie sammelt man Daten? – Holger Dieterich, Sozialhelden e.V.

    17:30 Uhr       Vorstellung DRK Elterncampus – Luise Springer, Deutsches Rotes Kreuz

    17:50 Uhr       Arbeitsphase

    18:30 Uhr       Ende

  • Das war die fünfte Innovationswerkstatt

    Bei der fünften Innovationswerkstatt ging es um die Zusammenarbeit von Verwaltung und Zivilgesellschaft und insbesondere um die Frage, wie man Beratungsangebote besser digitalisieren kann.  Wie können die öffentliche Verwaltung und die Zivilgesellschaft in Zeiten der Coronakrise bestmöglich zusammenarbeiten? Und was kann die Verwaltung aus der Krise lernen?  Einen ersten Input gab Adriana Groh vom Prototype […]

    Copyright: Kerstin Musl

    Bei der fünften Innovationswerkstatt ging es um die Zusammenarbeit von Verwaltung und Zivilgesellschaft und insbesondere um die Frage, wie man Beratungsangebote besser digitalisieren kann. 

    Wie können die öffentliche Verwaltung und die Zivilgesellschaft in Zeiten der Coronakrise bestmöglich zusammenarbeiten? Und was kann die Verwaltung aus der Krise lernen? 

    Einen ersten Input gab Adriana Groh vom Prototype Fund und Mitinitiatorin des WirvsVirus Hackathons der Bundesregierung. Zwischen dem Moment, an dem mehrere Menschen zur gleichen Zeit die gleiche Idee hatten, bis zum Wochenende, an dem über 40.000 Menschen 1.500 Lösungen hackten, verging gerade mal eine Woche, berichtet Groh.

    Was bleibt nach dem Wochenende voller Euphorie und Innovation? Da sind die 36 Lösungen, die 42 Tage nach dem Hackathon live sind. Da sind die vielen Projekte, von denen 83 % weiterverfolgt werden. Da sind die 77 % der Teilnehmenden, die das Gefühl hatten, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Da ist das Umsetzungsprogramm, das weiterhin hilft, die Projekte auf die Straße zu bringen. Da ist das verstärkte Vertrauen in die Regierung, das bei 56 % der Teilnehmer*innen eintrat. „Wir müssen radikale Kooperationen zwischen der Zivilgesellschaft, Unternehmen und der Verwaltung vorantreiben“, so Groh abschließend.

    Im zweiten Teil berichteten mehrere Referate des Bundesfamilienministeriums, vor welche Herausforderungen die Coronakrise sie gestellt hat und wie die Zivilgesellschaft hier helfen konnte. 

    Im Anschluss erörterten die 30 bunt gemischten Teilnehmer*innen Herausforderungen in Gruppenarbeiten. Wie kann eine wirklich anonyme und doch auch persönliche Beratung gelingen? Wie erfahren die Menschen überhaupt von den neuen Online Beratungsangeboten und wie können die Mitarbeiter*innen bestmöglich Kompetenzen im Bereich Online Beratung aufbauen?

    Die Learnings aus der Veranstaltung:

    Learning1: Es braucht Strukturen, die schon angelegt sind, damit man in der Krise reagieren kann, etwa eine Infrastruktur, die aufgebaut und gepflegt wird, über die man dann im Krisenfall loslegen kann – leichtgewichtige Förderprogramme etwa, die es ermöglichen, aus dem Nichts etwas zu stemmen. 

    Learning 2: Man kann den Digitalisierungsrückstau nicht von einen Tag auf den anderen aufholen, aber: vor der nächsten Krise kann man sich besser aufstellen. Offene Datengrundlagen, Schnittstellen, Integration. 

    Learning 3: Eine aktive, digitale Zivilgesellschaft ist sehr viel wert! Diese muss man pflegen, denn mit ihnen kann man Co-Creation-Prozesse anstoßen, die hohes Innovationspotential haben. 

    Learning 4: Man muss radikale Kooperationen zwischen der Zivilgesellschaft, Unternehmen und der Verwaltung vorantreiben. Dabei geht es nicht um die Profilierung Einzelner, sondern um das Zusammenbringen von Expertise, Erfahrung und Support.

  • Wie können die Verwaltung und die Zivilgesellschaft in der Coronakrise bestmöglich zusammenarbeiten?

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 27.05. um 18:00 Uhr In der gegenwärtigen Coronakrise haben digitale Anwendungen enorm an Bedeutung gewonnen, die uns helfen, miteinander in Kontakt zu bleiben, Hilfe und Unterstützung zu organisieren, Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu beraten, von zu Hause aus zu arbeiten und zu lernen. Viele neue Ideen […]

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 27.05. um 18:00 Uhr

    In der gegenwärtigen Coronakrise haben digitale Anwendungen enorm an Bedeutung gewonnen, die uns helfen, miteinander in Kontakt zu bleiben, Hilfe und Unterstützung zu organisieren, Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu beraten, von zu Hause aus zu arbeiten und zu lernen. Viele neue Ideen wurden – auch im Rahmen des Hackathons „wirvsvirus“ der Bundesregierung – entwickelt, um die Krise besser bewältigen zu können. Dabei zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Bei der Innovationswerkstatt wollen wir daher analysieren, wo die bisherige Zusammenarbeit funktioniert hat und wo man diese noch verbessern kann. Was können wir aus den bisherigen Erfahrungen lernen und wie können neue Formen der Zusammenarbeit etabliert werden?

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus Vereinen, Verbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und Bürgerinnen und Bürger zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir in der Innovationswerkstatt neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt am 27. Mai startet mit einem Input von Adriana Groh. Adriana Groh zeigt auf, wie die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und der Zivilgesellschaft organisiert wurde und was aus den Projekten geworden ist. Im zweiten Teil soll in einer Gruppenphase gemeinsam an mehreren Herausforderungen gearbeitet und Lösungsansätze entwickelt werden.

    Die Innovationswerkstatt wird digital stattfinden. Da die Plätze aus technischen Gründen begrenzt sind bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link https://pretix.eu/innovationsbuero/innowerkstatt/

    Ablaufplan:

    18:00 Uhr       Begrüßung

    18:10 Uhr       Wir vs. Virus Hackathon – ein Best Practice

    Adriana Groh – Co-Organisatorin Wir vs. Virus Hackathon, Project Lead Prototype Fund

    18:40 Uhr       Schlaglichter aus dem BMFSFJ

    19:10 Uhr       Arbeitsphase

    20:00 Uhr       Ende

  • Das war die dieses Mal wirklich digitale Innovationswerkstatt

    Eigentlich wollten wir in Berlin bei uns im Innovationsbüro über digitale Utopien diskutieren. Doch dann kam das Coronavirus und die Möglichkeit sich zu treffen fiel weg. Daher haben wir aus der Innovationswerkstatt unsere erste Online Konferenz gemacht. Bei der Innovationswerkstatt ging es dieses Mal um digitale Utopien. Den vielen negativen Berichten über die Zukunft des […]

    Eigentlich wollten wir in Berlin bei uns im Innovationsbüro über digitale Utopien diskutieren. Doch dann kam das Coronavirus und die Möglichkeit sich zu treffen fiel weg. Daher haben wir aus der Innovationswerkstatt unsere erste Online Konferenz gemacht.

    Bei der Innovationswerkstatt ging es dieses Mal um digitale Utopien. Den vielen negativen Berichten über die Zukunft des Internets sollte eine positive Vision entgegengestellt werden. „Welche digitalen Zukunft wollen wir eigentlich?“ – das  war die Grundfrage die wir zwei Stunden lang diskutiert haben.

    In einem ersten Schritt gab Julia Kloiber, Gründerin vom Superrr Lab, einen Überblick über digitale Utopien. Anschließend wurden die Teilnehmer*innen in Gruppen eingeteilt: Sie mussten sich mit digitalen Grundrechten beschäftigen und ein Grundrecht aussuchen, mit dem sich die Gruppe tiefergehender befassen will. Die Gruppen mussten außerdem entwickeln, wie die digitale Welt in 50 Jahren aussehen wird.

    In einem zweiten Schritt sollten die Teilnehmer*innen anhand von Tarot Karten ein neues Tool für die digitale Utopie im Bereich der Bildungsvielfalt entwickeln. Folgende Eigenschaften sollte ein neues Werkzeug im Bereich Bildung mitbringen:

    Dezentralität von Bildungsangeboten

    Jeder kann das lernen, was er/oder sie möchte -es ist ganz egal an welchem Ort er/oder sie ist.

    Bildung muss für alle zugänglich sein. In der Zukunft kann es nur Open Educational Resources geben – alle haben Zugang.

    In der Zukunft gibt es ein Recht auf einfache Sprache, auf Verständlichkeit.

    Freiheit muss gewahrt bleiben. Jeder kann selbst entscheiden, was er oder sie lernt. Themenvielfalt soll sichergestellt werden.

    Trotz einiger technischer Probleme hat die Innovationswerkstatt gezeigt, dass man digitale Utopien auch im digitalen Raum erarbeiten kann. Wir lassen die Ergebnisse der Innovationswerkstatt in die weitere Arbeit im Innovationsbüro einfließen.

  • „Back to the future“ – welche Vision für die Digitalisierung haben wir eigentlich?

    Eigentlich wollten wir uns am 26.03. zur Innovationswerkstatt treffen. Doch mit dem Coronavirus ist das nicht mehr möglich und die Gesundheit von allen hat natürlich Vorrang. Das soll uns aber nicht davon abhalten, zusammen mit Julia Kloiber über digitale Utopien zu diskutieren und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Wir verlegen die Innovationswerkstatt zu digitalen Utopien daher […]

    Foto: renatodantasc, CC BY-SA 2.0 via Flickr (https://flic.kr/p/9351R3)

    Eigentlich wollten wir uns am 26.03. zur Innovationswerkstatt treffen. Doch mit dem Coronavirus ist das nicht mehr möglich und die Gesundheit von allen hat natürlich Vorrang.

    Das soll uns aber nicht davon abhalten, zusammen mit Julia Kloiber über digitale Utopien zu diskutieren und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Wir verlegen die Innovationswerkstatt zu digitalen Utopien daher einfach ins Digitale und treffen uns am 26.03.2020 zu einer Online Konferenz. 

    Da eine Online Konferenz nur begrenzten Platz hat und auch hier der Austausch nicht zu kurz kommen soll, haben wir nur ein begrenztes Kontingent an Teilnehmer*innen. Wer bei der Online Konferenz dabei sein will, meldet sich bitte verbindlich unter events@innovationsbuero.net an.

    Die Plätze werden nach „First come first serve“ vergeben. Sollte der Andrang groß sein, prüfen wir eine Wiederholungsmöglichkeit.
    Ablaufplan:

    18:00 Uhr Begrüßung
    18:15 Uhr Neues aus dem Innovationsbüro
    18:30 Uhr Welche Visionen gibt es für die digitale Zukunft? – Julia Kloiber
    19:10 Uhr Arbeitsphase „Back to the future”
    20:00 Uhr Bier, Wein, Mate und Pizza (jeder bei sich zu Hause)

  • KIZDigital und Innovationsbüro vorgestellt

    Mit einer Pressekonferenz im Veranstaltungssaal „Palazzo“ des unabhängigen Think Tanks iRights.Lab stellte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey den Kinderzuschlag KIZDigital und die Arbeit des Innovationsbüros Digitales Leben vor. In den Räumen des iRights.Labs, das das Innovationsbüro betreibt, erklärte die Bundesministerin gemeinsam mit dem Leiter der Familienkasse Karsten Bunk, vor den versammelten Journalist*innen, wie die Leistung zu […]

    Mit einer Pressekonferenz im Veranstaltungssaal „Palazzo“ des unabhängigen Think Tanks iRights.Lab stellte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey den Kinderzuschlag KIZDigital und die Arbeit des Innovationsbüros Digitales Leben vor.

    In den Räumen des iRights.Labs, das das Innovationsbüro betreibt, erklärte die Bundesministerin gemeinsam mit dem Leiter der Familienkasse Karsten Bunk, vor den versammelten Journalist*innen, wie die Leistung zu beantragen ist und wer davon profitieren kann.

    Der Kinderzuschlag ist eine Leistung, die einkommensschwache Familien unterstützen soll. Eine Vielzahl erwerbstätiger Eltern ist auf den Kinderzuschlag als zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen, da ihr Einkommen nicht ausreicht, um den Unterhalt ihrer Kinder zu sichern. Mit dem Kinderzuschlag können anspruchsberechtigte Familien bis zu 185 Euro pro Kind zusätzlich zum Kindergeld erhalten.

    Neben dem KIZDigital wurde das Innovationsbüro des Bundesfamilienministeriums und seine Arbeit genauer vorgestellt. Das Innovationsbüro besteht seit Anfang 2019 und begleitet das BMFSFJ bei der Entwicklung und Skalierung innovativer digitaler Angebote. „Mit dem Innovationsbüro unterstützen wir das BMFSFJ auf dem Weg hin zu einem Digitalen Gesellschaftsministerium – strategisch und praktisch. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, organisierter Zivilgesellschaft und Bundesministerium entwickeln wir konkrete Innovationen mit erfahrbarem Mehrwehrt“ betonte Philipp Otto, Leiter des Innovationsbüros.

    Alle Informationen zum Kinderzuschlag finden Sie unter: https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kinderzuschlag-verstehen.

  • Das war die Innovationswerkstatt zum Thema „Was können wir Hass im Netz und Digitaler Gewalt innovativ entgegenstellen?“

    Derzeit erleben wir immer mehr Hass und Gewalt im Internet. Menschen werden immer öfter online bedroht. Doch wo liegen die Ursachen dafür? Und was kann man konkret gegen den Hass tun? Diesen Fragen ging die zweite Innovationswerkstatt des Innovationsbüros am 20. November nach. Kübra Gümüşay, Autorin und Bloggerin betonte in ihrem Vortrag, dass Hass beim […]

    Derzeit erleben wir immer mehr Hass und Gewalt im Internet. Menschen werden immer öfter online bedroht. Doch wo liegen die Ursachen dafür? Und was kann man konkret gegen den Hass tun? Diesen Fragen ging die zweite Innovationswerkstatt des Innovationsbüros am 20. November nach.

    Kübra Gümüşay, Autorin und Bloggerin betonte in ihrem Vortrag, dass Hass beim Thema Feminismus, Islam oder Klima auch konstruktiv im Internet diskutiert werden kann. Der Hass komme meist aus einschlägigen und gut organisierten Foren und Gruppen. Diese so, Gümüşay hätten oftmals viel Zeit und würden sehr zielgerichtet eine große Menge an Kommentaren hinterlassen. „Gerade einmal fünf Prozent aller Accounts sind für 50 Prozent aller Hasskommentare zuständig.“, so Kübra Gümüşay. Die Autorin kritisierte Facebook und andere soziale Netzwerke für das fehlende Offenlegen ihrer Algorithmen. „Warum, müsste man fragen, machen wir eigentlich freiwillig mit bei einem Spiel, dessen Regeln wir nicht kennen?“, fragte die Autorin abschließend.

    Im zweiten Vortrag ging Dr. Aljoscha Burchardt vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz der Frage nach, welche technischen Möglichkeiten es gibt, um Hate Speech zu verhindern. Er erläuterte, wie komplex Sprache ist und wie viele unterschiedliche Ebenen diese besitzt. Daher sei es schwierig, Hass automatisch herauszufiltern. Außerdem gäbe es immer die Möglichkeit den Hass zu codieren was nicht nur für technische Systeme, sondern zum Teil auch für Menschen schwierig sei.

    Anschließend teilten sich die Teilnehmer*innen in vier Arbeitsgruppen auf. Zwei Gruppen diskutierten analoge Ideen gegen Hate Speech und zwei Gruppen arbeiteten an digitalen Lösungen. Die erste Gruppe entwickelte die Idee von Anfangsanonymität von Tweets. Diese sollen anschließend von Nutzer*innen bewertet werden. Außerdem wünschte sich die Gruppe eine Stiftung die offene soziale Netzwerke wie beispielsweise Diaspora fördert. Für die zweite Gruppe war es wichtig, dass die Zugänge zu Beratung sehr niederschwellig sind. Dafür sei eine Online Karte aller Beratungsstellen zentrale Voraussetzung. Die dritte Gruppe setzte grundsätzlich bei der Weiterentwicklung unserer Demokratie an. Diese wünschte sich Bürger*innenräte auf kommunaler Ebene, die per Losverfahren zusammengesetzt werden. Die vierte Gruppe entwickelte ein verbessertes Meldesystem für Kommentare.

  • Was können wir Hass im Netz und Digitaler Gewalt innovativ entgegenstellen?

    Innovationswerkstatt – Was können wir Hass im Netz und Digitaler Gewalt innovativ entgegenstellen? Der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 20.11. beim iRights.Lab (Schützenstraße 8, 10117 Berlin, 4 Stock.) Digitale Gewalt und Hass im Netz gehen uns alle an. Welche technischen und weiteren innovativen Möglichkeiten gibt es gegen Hate Speech? Was sind die Ursachen für die Gewalt? Und […]

    Innovationswerkstatt – Was können wir Hass im Netz und Digitaler Gewalt innovativ entgegenstellen? Der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 20.11. beim iRights.Lab (Schützenstraße 8, 10117 Berlin, 4 Stock.)

    Digitale Gewalt und Hass im Netz gehen uns alle an. Welche technischen und weiteren innovativen Möglichkeiten gibt es gegen Hate Speech? Was sind die Ursachen für die Gewalt? Und wie kann man bei Sozialen Netzwerken ansetzen? Diesen Fragen wollen wir bei der nächsten Innovationswerkstatt nachgehen.

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros.  Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus Vereinen, Verbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und Bürgerinnen und Bürger zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir in der Innovationswerkstatt neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt am 20. November startet mit einem Input von Kübra Gümüşay zum Thema „Hass im Netz und digitale Gewalt – digitale Strategien dagegen“. Kübra Gümüşay ist freie Journalistin, Bloggerin und Social Media Beraterin – zuletzt an der Universität Oxford. Anschließend folgt ein zweiter Impuls von Dr. Aljoscha Burchardt über die technischen Möglichkeiten gegen Hass im Netz. Dr. Aljoscha Burchardt ist stellvertretender Standort­sprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) in Berlin. Er ist Experte für Sprachtechnologie und Künstliche Intelligenz. Burchardt hat mehrere große Projekte im Bereich der Maschinellen Übersetzung geleitet.

    Um eine Anmeldung unter events@innovationsbuero.net bis zum 19.11. wird gebeten.

    Ablaufplan:

    18:00 Uhr        Begrüßung

    18:15 Uhr        Neues aus dem Innovationsbüro

    18:30 Uhr       Soziale Netzwerke – Warum erleben wir so viel Hass im Internet? – Kübra Gümüşay

    18:50 Uhr        Gibt es technische Lösungen gegen Hass im Netz? – Dr. Aljoscha Burchardt

    19:10 Uhr        Arbeitsphase

                            Welche technischen Möglichkeiten gibt es gegen Hate Speech?

                            Was sind die Ursachen für den Hass?

                            Was können Soziale Netzwerke tun?            

    20:00 Uhr       Bier, Wein, Mate und Pizza

  • Innovationsbüro “Digitales Leben” mit einem Chancen-Hackathon eröffnet

    Wie können Familienleistungen wie der Kinderzuschlag schneller und zielgenauer zu denen kommen, die sie benötigen? Welche digitalen Tools müssten geschaffen werden, damit Menschen, die sich ehrenamtlich oder hauptberuflich um andere Menschen kümmern, ihre Aufgaben noch besser als bisher erfüllen können? Und wie können die vielen vorhandenen offenen Daten des Bundesministeriums besser zugänglich und nutzbar gemacht […]

    Foto: Kerstin Musl

    Wie können Familienleistungen wie der Kinderzuschlag schneller und zielgenauer zu denen kommen, die sie benötigen? Welche digitalen Tools müssten geschaffen werden, damit Menschen, die sich ehrenamtlich oder hauptberuflich um andere Menschen kümmern, ihre Aufgaben noch besser als bisher erfüllen können? Und wie können die vielen vorhandenen offenen Daten des Bundesministeriums besser zugänglich und nutzbar gemacht werden? Mit Fragen wie diesen setzten sich am 14. und 15. Juni 2019 die mehr als 100 Teilnehmer*innen am ersten Chancen-Hackathon im Ikonic-Studio in Berlin auseinander. Zwei Tage lang erarbeiteten sie in unterschiedlichen Gruppen Antworten auf Fragen einer modernen, digital gestützten Gesellschaftspolitik und entwickelten konkrete Ideen und Prototypen. 

    Mit dem Chancen-Hackathon gab Bundesministerin Dr. Franziska Giffey auch offiziell den Startsschuss für das Innovationsbüro “Digitales Leben” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für dessen Betrieb das iRights.Lab aus Berlin beauftragt wurde. Das Innovationsbüro unterstützt das Bundesministerium und seine Zielgruppen dabei, die Potenziale der Digitalisierung durch konkrete innovative Projekte und die Vermittlung von Digitalkompetenzen zu nutzen. Dr. Franziska Giffey und der Leiter des Innovationsbüros, Philipp Otto, feierten den Start des Innovationsbüros mit dem Anschneiden einer eigens für den Anlass kreierten Torte.

    In einer ersten Arbeitsphase wurden Themenschwerpunkte und konkrete Fragestellungen erarbeitet und im Anschluss im Plenum vorgestellt. 

    Am zweiten Tag ging es schließlich darum, an konkreten Projektideen zu arbeiten. In insgesamt 13 kleineren Gruppen und einer fast siebenstündigen Arbeitsphase wurden Konzepte entwickelt, die am Ende in einer großen Abschlussrunde präsentiert wurden.

    Die drei besten Ideen wurden von der Impact Group, einer Jury aus Expert*innen aus verschiedenen Feldern, ausgezeichnet. Zu den Siegerprojekten zählen ein Konzept für ein Familienkonto, mit dem Familienleistungen organisiert werden und ohne bürokratische Hürden an die Berechtigten gelangen sollen und das Diversityspiel „Abgehängt“. Das Spiel richtet sich vor allem an Vereine und Ehrenamtliche und soll die Möglichkeit bieten, sich in unterschiedliche Rollen und Lebensumstände zu begeben und damit spielerisch mit den entsprechenden Problemen und Herausforderungen konfrontiert zu werden. Die Aufgabe ist es dabei, Abhilfe zu suchen und Lösungen für die betreffenden Situationen kennenzulernen. 

    Schließlich überzeugte eine Gruppe, die ein Modell entwickelte, um die zahlreichen verfügbaren Daten des Bundesministeriums in ein Open-Data-Format zu überführen. Damit sollen die Daten einfach und verständlich dargestellt und grafisch ansprechend gestaltet werden. So können Daten für Bürger*innen zugänglicher und nutzbarer werden. Die Gewinner*innen werden nun mit den Mitgliedern der Impact Group an den Ideen arbeiten und diese weiterentwickeln. Ein erstes Treffen ist bereits Ende Juli in Planung.

  • 14–15. Juni: Chancen-Hackathon

    Wie können alle von der Digitalisierung profitieren? Dieser Frage wollen wir am 14.-15. Juni beim Chancen-Hackathon des Innovationsbüros nachgehen. Egal ob Programmierer_in, Designer_in oder Politik- und Gesellschaftsinteressierte, alle können beim Chancen-Hackathon mitmachen und sich einbringen. Nachdem die unterschiedlichen Aufgaben vorgestellt wurden, formieren sich Teams die an innovativen Lösungen arbeiten.

    Wie können alle von der Digitalisierung profitieren? Welche Chancen bietet die Digitalisierung für Familien, für Eltern, Kinder und Jugendliche, für Seniorinnen und Senioren, für Menschen aller Herkünfte und Geschlechter – und für die vielen Vereine, Verbände und Initiativen im Land? Dieser Frage wollen wir am 14.-15. Juni 2019 beim Chancen-Hackathon des BMFSJ, im Ikonic Studio in Berlin (Glasower Straße 44-47), nachgehen. Egal ob Programmierer_in, Designer_in oder Politik- und Gesellschaftsinteressierte, alle können beim Chancen-Hackathon mitmachen und sich einbringen. Nachdem die unterschiedlichen Aufgaben vorgestellt wurden, formieren sich Teams, die an innovativen Lösungen arbeiten.

    Am Ende des Hackathons werden die Ideen der Impact Group präsentiert. Die Mitglieder der Impact Group sind die Geburtshelfer der Ideen. Die drei besten Konzepte, die von der Impact Group und den Teilnehmenden gewählt wurden, werden von ihnen mit Rat, Tat und Kontakten unterstützt.

    Anmeldung

    Programm
    Freitag
    16.00 UhrBegrüßung
    16.10 UhrVorstellung der Aufgabenstellungen
    16.50 UhrBegrüßung durch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey 
    17.05 UhrFragerunde an die Ministerin
    17.15 UhrEröffnung des Innovationsbüros
    17.20 UhrIdeensprint
    17.45 UhrZusammenfassung der Ergebnisse
    18.15 UhrWorking Phase I
    20.00 UhrAbendessen und Empfang

    Programm
    Samstag

    10.00 UhrVortrag / Mehrwert für Bürger_innen durch offene Daten schaffen – Sebastian Meier
    10.15 UhrWorking Phase II
    17.00 UhrAbschlusspräsentationen der Teams
    18.30 UhrPreisverleihung
    Copyright: Ikonic Studio

    Familien mit geringem Einkommen helfen

    Familien sind das Zentrum der Gesellschaft. Daher unterstützt das Ministerium sie mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen. Doch oft rufen Menschen staatliche Leistungen, die ihnen zustehen, nicht ab. Ein gutes Beispiel ist der Kinderzuschlag, der Familien mit geringem Einkommen zur Verfügung steht. Nur 40 Prozent der Berechtigten beantragen diesen aktuell. So kommen wichtige finanzielle Hilfen nicht bei den Familien an. Gesucht wird daher eine Idee, die dafür sorgt, dass die Leistungen wirklich ankommen und die Chancen für Familien sich verbessern. 

    Mit offenen Daten Teilhabe stärken

    Das Bundesfamilienministerium hat ein Open Data Portal. Hier finden sich aktuell etwa 60 Datensätze zu ganz unterschiedlichen Themen: Von der Arbeitslosenquote nach Kreisen über Beteiligung von Vätern am Elterngeldbezug  bis hin zur Teilzeitbeschäftigung nach Geschlecht und Kreisen. Die Chance offener Daten liegt aber darin, dass sie genutzt werden. Wir stellen euch das Datenportal vor und suchen gemeinsam nach Lösungen, wie man diese Daten nutzen kann, um die gesellschaftliche Teilhabe zu erhöhen. 

    Gleichstellung fördern und sichtbar machen

    Frauen sind in der Wirtschaft, der Verwaltung und der Politik immer noch unterrepräsentiert. Um dies zu ändern, ist es wichtig, die jetzige Situation sichtbar zu machen. Das Internet bietet uns hier ganz neue Chancen, die wir nutzen sollten. Gesucht werden digitale Ideen, die Ungleichheit sichtbar und den Handlungsbedarf klar machen. Gemeinsam wollen wir an Lösungen arbeiten, die die Chancen für eine gleichberechtigte Gesellschaft erhöhen. 

    Den Helfern helfen

    Menschen, die helfen wollen, wissen oft nicht wo. Gerade die vielfältigen Angebote im sozialen Bereich sind häufig nicht oder nur schwer online auffindbar. Hier verliert unsere Gesellschaft viel Potential und das können wir Dank des Internets besser als bislang organisieren. Daran wollen wir arbeiten. Damit wollen wir die Chancen erhöhen, dass die, die helfen wollen, auch helfen können, und die, die Hilfe brauchen, sie auch finden.

    Offener Chancen-Track

    Hier ist Kreativität gefragt. Ihr hattet schon immer eine Idee, wie die Digitalisierung die Chancen von Familien, Senioren, Frauen und Jugend oder auch der Zivilgesellschaft erhöhen kann? Her damit!

    Die Impact Group

    Die Mitglieder der Impact Group kommen aus unterschiedlichen beruflichen Feldern. Die Impact Group wählt die besten Ideen des Hackathons aus. Gemeinsam mit den Gewinnerteams entwickelt sie die Projektideen weiter in Richtung ihrer Umsetzung.