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Das war die elfte Innovationswerkstatt

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Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine  müssen immer mehr Menschen vor dem Krieg und der Gewalt fliehen. Auch hier in Deutschland ist das Mitgefühl stark; die Situation beschäftigt die Bürger:innen. Innerhalb der Bevölkerung zeigt sich eine große Hilfsbereitschaft und viele Organisationen engagieren sich dafür, Geflüchteten eine gut organisierte Zuflucht zu bieten. 

Mit dieser Innovationswerkstatt des Innovationsbüros Digitales Leben – die erstmals seit Beginn der Pandemie wieder in Präsenz stattfand – wollten wir unseren Teil beitragen und für Teilnehmende einen Rahmen schaffen, um sich zu vernetzen und Ideen auszutauschen, wie wir Geflüchtete aus der Ukraine effektiv unterstützen können.

Die ukrainische Aktivistin Lisa Plitkova stellte zunächst die Allianz ukrainischer Organisationen vor – ein Zusammenschluss unterschiedlicher ukrainischer Organisationen in Deutschland, die Hilfe anbieten. 

Wie aber können auch weitere Organisationen oder Helfende möglichst niedrigschwellig finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit für Geflüchtete erhalten? Armin Pialek von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) informierte die Teilnehmenden zu Möglichkeiten der Finanzierung, die im Rahmen eines neuen Finanzierungsprogramms der DSEE zur Verfügung stehen. Als weitere Beispiele für digitale Hilfsangeobte zeigten Stefan Göllner (place/making) und Lea Winnig (Paritätischer Wohlfahrtsverband), wie Chatbots und Karten den Geflüchteten eine Unterstützung sein können: Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband etwa können Mitgliederorganisationen Hilfe vor Ort auf einer digitalen Karte eintragen und werden so einfacher gefunden. 

An den informativen Teil anschließend arbeiteten die Teilnehmenden in Workshops zu den Themen weiter ­­– vor allem hatten sie dabei die Möglichkeit zum konstruktiven Austausch. Alle  Teilnehmenden waren überzeugt, dass vermehrt digitale Hilfsmöglichkeiten und Tools genutzt werden sollten. Wenn diese sinnvoll eingesetzt und ohnehin vorhandene Daten gut eingebunden werden, können die Organisationen den Geflüchteten eine noch bessere Unterstützung anbieten.

Die Teilnehmenden fanden im Zuge der Veranstaltung Gelegenheiten, um sich gegenseitig zu bestärken. Es einte sie der Wunsch, sich um die Menschen in und aus der Ukraine als Gesellschaft zu kümmern anstatt wegzuschauen. Ein weiteres Ergebnis der Innovationswerksstatt war es, dass sich die Teilnehmenden dafür sensibilisierten, strukturell und in der täglichen Arbeit auf die speziellen Bedürfnisse der ukrainischen Geflüchteten angemessen einzugehen.