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Innovationsbüro “Digitales Leben” mit einem Chancen-Hackathon eröffnet

Foto: Kerstin Musl

Wie können Familienleistungen wie der Kinderzuschlag schneller und zielgenauer zu denen kommen, die sie benötigen? Welche digitalen Tools müssten geschaffen werden, damit Menschen, die sich ehrenamtlich oder hauptberuflich um andere Menschen kümmern, ihre Aufgaben noch besser als bisher erfüllen können? Und wie können die vielen vorhandenen offenen Daten des Bundesministeriums besser zugänglich und nutzbar gemacht werden? Mit Fragen wie diesen setzten sich am 14. und 15. Juni 2019 die mehr als 100 Teilnehmer*innen am ersten Chancen-Hackathon im Ikonic-Studio in Berlin auseinander. Zwei Tage lang erarbeiteten sie in unterschiedlichen Gruppen Antworten auf Fragen einer modernen, digital gestützten Gesellschaftspolitik und entwickelten konkrete Ideen und Prototypen. 

Mit dem Chancen-Hackathon gab Bundesministerin Dr. Franziska Giffey auch offiziell den Startsschuss für das Innovationsbüro “Digitales Leben” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für dessen Betrieb das iRights.Lab aus Berlin beauftragt wurde. Das Innovationsbüro unterstützt das Bundesministerium und seine Zielgruppen dabei, die Potenziale der Digitalisierung durch konkrete innovative Projekte und die Vermittlung von Digitalkompetenzen zu nutzen. Dr. Franziska Giffey und der Leiter des Innovationsbüros, Philipp Otto, feierten den Start des Innovationsbüros mit dem Anschneiden einer eigens für den Anlass kreierten Torte.

In einer ersten Arbeitsphase wurden Themenschwerpunkte und konkrete Fragestellungen erarbeitet und im Anschluss im Plenum vorgestellt. 

Am zweiten Tag ging es schließlich darum, an konkreten Projektideen zu arbeiten. In insgesamt 13 kleineren Gruppen und einer fast siebenstündigen Arbeitsphase wurden Konzepte entwickelt, die am Ende in einer großen Abschlussrunde präsentiert wurden.

Die drei besten Ideen wurden von der Impact Group, einer Jury aus Expert*innen aus verschiedenen Feldern, ausgezeichnet. Zu den Siegerprojekten zählen ein Konzept für ein Familienkonto, mit dem Familienleistungen organisiert werden und ohne bürokratische Hürden an die Berechtigten gelangen sollen und das Diversityspiel „Abgehängt“. Das Spiel richtet sich vor allem an Vereine und Ehrenamtliche und soll die Möglichkeit bieten, sich in unterschiedliche Rollen und Lebensumstände zu begeben und damit spielerisch mit den entsprechenden Problemen und Herausforderungen konfrontiert zu werden. Die Aufgabe ist es dabei, Abhilfe zu suchen und Lösungen für die betreffenden Situationen kennenzulernen. 

Schließlich überzeugte eine Gruppe, die ein Modell entwickelte, um die zahlreichen verfügbaren Daten des Bundesministeriums in ein Open-Data-Format zu überführen. Damit sollen die Daten einfach und verständlich dargestellt und grafisch ansprechend gestaltet werden. So können Daten für Bürger*innen zugänglicher und nutzbarer werden. Die Gewinner*innen werden nun mit den Mitgliedern der Impact Group an den Ideen arbeiten und diese weiterentwickeln. Ein erstes Treffen ist bereits Ende Juli in Planung.