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Verantwortlich handeln im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt. Das wirft auch ethische Fragen auf. Eine Anleitung des Bundesfamilienministeriums unterstützt dabei, digitale Projekte verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert umzusetzen. 

Foto von Kelly Sikkema auf Unsplash, eigene Bearbeitung

Können Algorithmen Menschen diskriminieren? Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung des Arbeitslebens auf das Familienleben und die Kinderbetreuung aus? Was bedeuten digitale Assistenzsysteme in der Pflege für die Selbstbestimmung von Seniorinnen und Senioren? Die Anleitung des Bundesfamilienministeriums “Was ist ‘gut’ im digitalen Zeitalter? – Anleitung zu einem ethischen Reflexionsprozess” befähigt dazu, Antworten auf solche komplexen Fragestellungen zu finden. Sie wurde zusammen mit dem Innovationsbüro des Hauses entwickelt. Organisationen der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft werden damit unterstützt, digitale Projekte verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert umzusetzen.

Digitalisierung wirft ethische Fragen auf

Die zunehmende Digitalisierung von Dienstleistungen und die Entwicklung von digitalen Anwendungen bedeutet für Organisationen der öffentlichen Verwaltung sowie für Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft, sich mit digitalethischen Fragen auseinanderzusetzen. Es geht um Chancen und Herausforderungen, aber auch um die nötige Akzeptanz für den digitalen Wandel. Und darum, Probleme zu erkennen und eine Antwort darauf zu geben, was “gut” ist im digitalen Zeitalter.

Diskurs fördern und Impulse geben

Mit der Anleitung des Bundesfamilienministeriums können alle Akteurinnen und Akteure aus der Zivilgesellschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft eigenständig und praxisorientiert ethische Fragestellungen zu ihren Digitalprojekten bearbeiten. Durch die Reflexion werden unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema eingenommen, eigene Standpunkte hinterfragt und mögliche, bisher nicht beachtete Problemfelder identifiziert. Mit der Anleitung werden nicht nur Klärungsbedarfe aufbereitet und mögliche Konflikte identifiziert, sondern auch digitale Kompetenzen aufgebaut, die Kultur des Diskurses wird gestärkt und neue Denkimpulse werden entwickelt. Um einen gelingenden Workshop sicherzustellen, gibt es für die Anleitung erläuternde Erklärungsfolien in Form einer “Moderationsversion”.

Hier finden Sie eine Einführung zur Anleitung: Kurzüberblick.

Die Anleitung können Sie hier herunterladen: