Das Innovationsbüro Digitales Leben ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Wir sind ein Think Tank und Innovationstreiber zur positiven Gestaltung der Digitalisierung innerhalb und außerhalb des Hauses. Dabei bündeln wir verschiedene Projekte und Prozesse und helfen dabei, auf allen Ebenen eine neue, digitale Gesellschaftspolitik zu entwickeln.

  • Alles fängt im Alltag an. Wir sind die Schnittstelle zwischen der Zivilgesellschaft und der öffentlichen Verwaltung. Vereine, Initiativen, Stiftungen, Familien, Junge und Alte, Kleine und Große aller Herkünfte und Geschlechter stehen im Fokus gesellschaftlicher Veränderungen. Wie die Digitalisierung helfen kann, das Leben von uns allen zu verbessern, ist Kernaufgabe des Innovationsbüros. Wir wollen die innovativsten Ideen und Vorschläge aus der Gesellschaft in die Praxis der Politik und zurück in den Alltag bringen. Wir wollen, die digitale Transformation unserer Gesellschaft gemeinsam und mit viel Energie voranbringen.

    Austauschen

    Wir schaffen unterschiedliche Formate für den Austausch zwischen dem Ministerium und der Zivilgesellschaft. Wir fördern Vernetzung und suchen zusammen nach innovativen und digitalen Lösungsansätzen für Herausforderungen aus unserem Alltag.

    Mitdenken

    Wir wollen die Gestaltung der digitalen Gesellschaft nicht anderen überlassen. Hierzu brauchen wir kleine und große Visionen, umsetzbare Vorschläge und ein Denken weit über den Tellerrand hinaus. Im Innovationsbüro wollen wir genau das realisieren.

    Netzwerk

    Das Innovationsbüro ist ein Netzwerkknoten für die Zivilgesellschaft. Wir bringen Menschen zusammen, bei uns werden neue Ideen geboren und skaliert. Und bei uns wird Wissen für die Zivilgesellschaft zusammengetragen und allen zugänglich gemacht.

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Aktuelles

  • Das war die achte Innovationswerkstatt

    Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? Gibt es online auch in nett?  Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten Gesellschaftspolitik” für die digitale Gesellschaft von morgen: Digitale Innovationen können das […]

    Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? 
    Gibt es online auch in nett? 

    Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten Gesellschaftspolitik” für die digitale Gesellschaft von morgen: Digitale Innovationen können das Leben der Menschen einfacher, sicherer und sozialer machen und gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich lösen, wenn der technologische Fortschritt in den Dienst der Allgemeinheit gestellt wird. Dazu müssen Gesellschaftspolitik und Digitalisierungspolitik zusammen gedacht werden. 

    Bei der achten Innovationswerkstatt wurde im ersten Teil diese „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ vorgestellt. Welche Projekte will das Ministerium angehen und wie sieht die Vorstellung für die Zukunft aus?

    Im zweiten Teil konnten die Teilnehmer*innen in Kleingruppen tiefer in die einzelnen Kapitel der Agenda einsteigen und Visionen für die digitale Gesellschaft entwickeln. 

    Die Learnings aus den Gruppen:

    1. Vorhandene Daten sollten zur zielgenauen Identifikation und Ansprache Leistungsberechtigter sowie zur kontinuierlichen Verbesserung von Services genutzt werden.

    2. Wir müssen den Digital Gap schließen. Hierzu kommt es vor allem auf die Vermittlung von Kompetenzen, wie der Fähigkeit, selbstständig Angebote bewerten zu können, besonders für vulnerable Gruppe an.

    3. Um die Zivilgesellschaft zu unterstützen und zu befähigen braucht es vor allem offene Datenbanken.

    4. Smart ist kein Selbstzweck und sollte das Menschliche im Miteinander nicht ersetzen. Digitale Netzwerke sollten in diesem Sinne auch zu mehr menschlichem Kontakt führen und nicht zu weniger.

    Positiv wurde wahrgenommen, dass die Agenda vielen dieser Forderungen bereits mit konkreten Leuchtturmprojekten begegnet. Die weiteren Eindrücke und gesammelten Bedarfe aus der Zivilgesellschaft werden in den weiteren Entwicklungsprozess der Agenda eingehen. Abschließend äußerten Teilnehmende zudem den Wunsch, dass Strategien wie diese mit Strategien anderer Ministerien der Regierung harmonieren müssen.

  • Learning by Strategizing

    „Wir wollen dem Wandel nicht hinterherlaufen, wir wollen ihn gestalten“, eine häufig gehörte Plattitüde in der Diskussion um den digitalen Wandel, die keine sein müsste. Den Wandel voranzutreiben, ihn auszugestalten und nach eigenen Zielen zu formen, ist nicht nur für Politik und Verwaltung eine große Herausforderung, die aber möglich ist – und nötig.  Im Rückblick […]

    Copyright: Kerstin Musl

    „Wir wollen dem Wandel nicht hinterherlaufen, wir wollen ihn gestalten“, eine häufig gehörte Plattitüde in der Diskussion um den digitalen Wandel, die keine sein müsste. Den Wandel voranzutreiben, ihn auszugestalten und nach eigenen Zielen zu formen, ist nicht nur für Politik und Verwaltung eine große Herausforderung, die aber möglich ist – und nötig. 

    Im Rückblick auf den Prozess zur Erstellung der „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ des BMFSFJ wollen wir Bilanz ziehen: Wozu braucht es eigentlich eine Digitalstrategie, wie lässt sich diese am zielführendsten umsetzen und welche Lehren haben wir aus dem Prozess gezogen?

    Wozu brauchen wir Strategien?

    Jede Partei, jedes Ressort und fast jede Behörde hat inzwischen eine Digitalisierungsstrategie. Die Papiere unterscheiden sich allerdings in Struktur und Zweck. Viele Publikationen sind vor allem auf den Blick von außen ausgelegt: Die Institution will ihre Leistungen präsentieren. Organisationen brauchen kommunizierbare Strategien, allein schon um Anschlussstellen für die Kooperation mit anderen Organisationen, Behörden und der Zivilgesellschaft zu ermöglichen.

    Viel wichtiger ist eine Digitalstrategie aber für die Orientierung innerhalb eines Hauses. Ohne eine gemeinsame Vision fehlen auf Arbeitsebene die Anlässe und Wegweiser für aktuelle und potenzielle Digitalisierungsprojekte. Mit der Digitalisierung geht – und das ist keine weitere Plattitüde – in vielen Bereichen der Verwaltung auch ein Paradigmenwechsel einher, mit dem sich viele kleinteilige Fragen auftun, die auf politischer Ebene entschieden werden müssten, aber aus Ressourcengründen dort nicht einzeln entschieden werden können. 

    So kann die Hausleitung beispielsweise nicht bei der Entwicklung von Chatbots mit am Tisch sitzen, um die Tonalität der Ansprache zu bestimmen, oder die Fragen beantworten, ob Bürger*innen proaktiv angesprochen oder Leistungen datengetrieben automatisch zugewiesen werden sollen. Um die Gestaltungsmöglichkeiten der Verwaltung auszuschöpfen und zu koordinieren, ist ein Management über bestehende Abstimmungsprozesse und Leitungsvorlagen zu langsam und kann der Komplexität der Projekte nicht gerecht werden.

    Eine konsolidierte Zukunftsvision mit klaren Zielen und transponierbaren Lösungswegen bietet hier Orientierung über alle Ebenen hinweg und entlastet die Leitung. Gleichzeitig kann eine Strategie dabei Wege aufzeigen, um diese Ziele zu erreichen und sinnvolle Anschlussstellen für interne Kooperationsprojekte zu identifizieren. 

    Woraus sollte eine Strategie bestehen?

    Gerade im Verwaltungskontext ist es wichtig, den Wert von Strategien für eine Entlastung der Leitung und Gestaltungsfreiheit auf Arbeitsebene zu vermitteln. Klar ist, dass ein verbreitetes Verständnis von Strategien als Sammlung aktueller Maßnahmen, ergänzt um eine zusammenfassende Überschrift, nicht ausreicht, um eine implizite Steuerung der Organisation und Identifikation von Innovationspotenzialen zu ermöglichen.

    Um wirksam zu werden, muss eine Strategie drei Anforderungen gerecht werden: 

    (1.) Sie muss eine klare Vision einer erstrebenswerten Zukunft für die Organisation und ihre Umwelt formulieren. 
    (2.) Sie muss aus dieser Vision Ziele und Zwischenschritte ableiten, um den Weg für die Organisation operationalisierbar zu machen. 
    (3.) Sie muss die Ziele von der angestrebten Wirkung aus formulieren. „Wir wollen es besser machen“ ist kein implementierbares Ziel und „wir wollen eine App bauen“ kein wirksames.

    Was trivial klingt, ist in der Praxis eine große Herausforderung, der viele Digitalstrategien nicht gerecht werden. Besonders auf Ebene der Bundesverwaltung ist die Formulierung wirksamer und implementierbarer Ziele oft schwierig, da sie nicht für die Umsetzung konkreter Lösungen zuständig ist, sondern dafür, die Rahmenbedingungen für Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung zu schaffen, damit diese eigenständig Lösungen entwickeln können. Doch ohne wirkungsorientierte Ziele können auch die Rahmenbedingungen nicht zielführend gestaltet werden. 

    Wie findet man eine Strategie?

    Doch wie kommt man zu einer gemeinsamen Zukunftsvision und wirksamen Zielen sowie operationalisierbaren Unterzielen? Das klassische Schema der Strategieentwicklung verläuft über (1.) die Entwicklung verschiedener Zukunftsszenarien, (2.) die Kategorisierung von wünschenswerten und weniger wünschenswerten Entwicklungen innerhalb dieser Szenarien und daraus folgend (3.) eine Ableitung von Maßnahmen, um wünschenswerte Entwicklungen zu befördern und weniger wünschenswerte zu vermeiden. Im letzten Schritt (4.) müssen diese Maßnahmen noch in der Organisation implementiert werden.

    In der Verwaltung als pluralistische Institution können solche Ziele nicht allein von der Hausleitung entwickelt werden. Die Komplexität und Vielfalt der Aufgaben sind ebenso wenig in kleiner Runde abzubilden wie die Vielfalt möglicher Lösungen und notwendiger Kooperationen. Entsprechend ist die Entwicklung einer Strategie für eine Bundesbehörde eigentlich nur bottom-up von der Arbeitsebene aus denkbar. 

    Hierzu müssen von den Fachabteilungen für jedes Fachthema einzeln Szenarien für wünschenswerte und weniger wünschenswerte Entwicklungen der Zukunft konzipiert werden. Angereichert mit Beispielen aus der Praxis anderer Länder und Organisationen entwickeln die Abteilungen und Referate dann eigene Zwischenziele und Maßnahmen, um auf diese Zukunftsvisionen vorausschauend zu reagieren. Mit der „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ haben das BMFSFJ und das Innovationsbüro gemeinsam den Versuch gewagt, dieses theoretische Framework in der fachpolitischen Praxis umzusetzen.

    Wie ist die „Agenda für eine smarte Gesellschaftspolitik“ des BMFSFJ entstanden?

    In enger Abstimmung mit dem Haus hat das Innovationsbüro eine Workshopreihe konzipiert, in der zusammen mit Vertreter*innen aller Fachabteilungen eine Vorstellung von den aktuell absehbaren technischen Entwicklungen der Zukunft erarbeitet wurde. Auf dieser Grundlage haben die Abteilungen dann ihre bestehenden Maßnahmen auf ihre Wirkung für diese Entwicklungen überprüft und neue Maßnahmen konzipiert, um diesen Entwicklungen zielführend zu begegnen. Besonders inspirierend war hierbei die Einbindung von best practices beispielsweise aus dem Fundus des Observatory for Public Sector Innovation der OECD.

    Diese Maßnahmen und Perspektiven wurden dann durch das Agenda-Arbeitsteam geclustert und auf operationalisierbare und wirkungsorientierte Ziele hin zugespitzt. Dabei wurde immer wieder die Abstimmung gleichermaßen mit Leitung und Arbeitsebene im Haus gesucht. Zuletzt trugen die Fachabteilungen ihre prominentesten Maßnahmen als Leuchtturmprojekte für die verschiedenen entstandenen Handlungsfelder- und Themen zusammen. Dabei ging es nicht nur um bestehende Initiativen, sondern auch um Maßnahmen, die aus einer Bewusstwerdung über kommende Bedarfe im Prozess entstanden sind.

    Was kam dabei heraus?

    Am Ende des Prozesses konnte das Haus eine 80-seitige Agenda vorlegen, in der es, verteilt auf fünf Handlungsfelder, die zukünftigen Herausforderungen und Lösungskonzepte definiert und am Beispiel von konkreten Leuchtturmprojekten erklärt. Zusammengehalten werden die vielfältigen Themen durch das gemeinsame Narrativ des „smarten Gesellschaftsministeriums“, das die Digitalisierung vom Menschen her denkt und von dort aus, wo sie ihn konkret betrifft: im Alltag, in der Gestaltung seines Familienlebens, seiner sozialen Kontakte, der Lebensorganisation, Arbeit und Freizeit.

    Um die Richtung für die nächsten Jahre zu bestimmen und abteilungsübergreifende Orientierung im Haus zu stiften, hat sich das BMFSFJ sechs Ziele gesetzt:

    1. Digitale Innovationen sollen den Alltag der Menschen bereichern – ihn einfacher, sicherer und sozialer machen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Digitalisierung konsequent von Menschen für Menschen gedacht wird. 

    2. Digitale Innovationen sollen zu einem selbstbestimmten Leben beitragen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen neue Tools nach ihren individuellen Bedürfnissen nutzen können. Dazu braucht es digitale Kompetenzen. Diese fördern wir bei all unserer Zielgruppen. 

    3. Daten müssen allen nutzen. Deswegen wollen wir ein offenes Daten-Ökosystem in Deutschland schaffen, in dem Daten sicher geteilt und gemeinsam genutzt werden können. Wir etablieren die Infrastruktur, um technische Innovationen in die Zivilgesellschaft zu bringen – um soziale Innovationen für das Gemeinwohl zu ermöglichen.

    4. Wir wollen auch im Netz ein demokratisches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft ermöglichen. Deswegen stärken wir jene gesellschaftlichen Kräfte, die sich in einer digitalen Welt für den demokratischen Zusammenhalt und offene sowie geschützte Diskussionsräume einsetzen.

    5. Wir setzen uns für eine offene und respekt­volle digitale Gesellschaft und ein Netz ohne Gewalt ein. Die Digitalisierung darf bestehende Ungerechtigkeiten und Ausgrenzungen nicht manifestieren oder sogar noch vertiefen. Deswegen schaffen wir Rahmenbedingungen und Angebote, die einer unethischen, missbräuchlichen oder diskriminierenden Technologienut­zung vorbeugen, und bieten betroffenen Menschen umfangreiche Hilfe. 

    6. Wir denken Service durch digitale Mittel neu. Wir wollen Familienleistungen und andere Serviceangebote so unkompliziert, sicher und nutzer*innengerecht wie möglich anbieten. Damit stellen wir die Weichen für eine bürgernahe Verwaltung.

    Welche Erfahrungen hat das Innovationsbüro aus dem Prozess mitgenommen?

    Aus unserer Sicht ist das Experiment, eine Digitalisierungsstrategie bottom-up zu entwickeln, geglückt. Natürlich ist der Aufwand erheblich und die Kohärenz und Zuspitzung der gemeinsamen Vision herausfordernd. Dennoch ließen sich umsetzbare und pointierte Ziele ableiten und eine Orientierung nach innen und außen herstellen.

    Zentral ist es, allen Stakeholder*innen den Mehrwert einer Hausstrategie besonders für ihre eigene Arbeit im Vorhinein zu vermitteln. Nur so lassen sich das notwendige Commitment und die benötigten Ressourcen sicherstellen.

    Eine solche Verfahrensweise ist in der Entwicklungsphase sehr ressourcenintensiv, allerdings spart sie einen erheblichen Teil der Kräfte, die sonst in die Implementierung der Strategie fließen würden, da alle Fachbereiche schon in der Entwicklung einbezogen wurden, ihre Perspektive einbringen und die Umsetzung planen konnten.

    Der größte Erfolg sind die Lehren und Erkenntnisse, die der Prozess auf allen Ebenen von den Referaten bis zur Hausleitung hinterlassen hat. Die Arbeit an einer gemeinschaftlichen Position sowie die Erkundung der Rolle, die jede*r Einzelne auf dem Weg zu diesem Ziele übernimmt, hat der Arbeit eine klare gemeinsame und zukunftsfähige Richtung gegeben. Aus dieser Erfahrung heraus könnte man sagen, dass es für die Zukunftsfähigkeit eines Hauses wichtiger ist, eine Strategie zu erarbeiten, als eine zu haben.

  • Was ist unsere Vision für eine smarte Gesellschaft?

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 30.06. um 17:00 Uhr Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? Gibt es online auch in nett?  Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten […]

    Die Innovationswerkstatt – der Abend der digitalen Zivilgesellschaft am 30.06. um 17:00 Uhr

    Gibt es Apps, die wie für mich gemacht sind? Wer bringt der Maschine Werte bei? 
    Gibt es online auch in nett? 

    Auf diese und andere Fragen gibt die „Agenda für smarte Gesellschaftspolitik“ Antworten. Mit seiner neuen Digitalstrategie präsentiert das Bundesfamilienministerium eine Vision von einer “smarten Gesellschaftspolitik” für die digitale Gesellschaft von morgen: Digitale Innovationen können das Leben der Menschen einfacher, sicherer und sozialer machen und gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich lösen, wenn der technologische Fortschritt in den Dienst der Allgemeinheit gestellt wird. Dazu müssen Gesellschaftspolitik und Digitalisierungspolitik zusammen gedacht werden. 

    Wie das aussehen kann, wollen wir mit Euch in der nächsten Innovationswerkstatt diskutieren. Im ersten Teil des Abends stellen Euch Alena Polth (Referat 206) und Michael Puntschuh (Innovationsbüro) vor, wie die neue Digitalstrategie in einem abteilungsübergreifenden Prozess im BMFSFJ erarbeitet wurde und welches ihre zentralen Handlungsfelder und Ziele sind. Anschließend werden wir in Gruppen diskutieren, wie Eure Vision von einer smarten Gesellschaft aussieht, und wie wir sie gemeinsam gestalten wollen.

    Ablauf

    17:00              Begrüßung

    17:05              Präsentation der „Agenda für die smarte Gesellschaftspolitik“

    17:25              Gruppenarbeit: Was ist unsere Vision einer smarten Gesellschaft?

    17:55              Präsentation der Gruppen

    18:30              Ende

    Die Innovationswerkstatt ist ein vierteljährlich stattfindendes Format des Innovationsbüros. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch mit Interessierten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Innovationsbüro und mit Bürgerinnen und Bürgern zu den gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Und wir bleiben nicht bei der Theorie: Gemeinsam entwickeln wir neue und innovative Ideen.

    Die Innovationswerkstatt wird digital, über WebEx, stattfinden. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link https://pretix.eu/innovationsbuero/vision. Wir schicken Euch dann anschließend die Zugangsdaten zu.

Themen

  • Digitale Zivilgesellschaft
    • Was wir beobachten

      Die Digitalisierung ist für die Zivilgesellschaft eine große Chance. Auf Herausforderungen, die bisher kaum lösbar erschienen, können nun Antworten gegeben werden. Neue Formen der Vernetzung können zum Beispiel das Ehrenamt neu beleben und bereichern. Menschen können viel leichter als bislang miteinander kommunizieren, sich informieren und organisieren. Potentiale, die von der Wirtschaft schon genutzt werden, müssen auch für soziale Innovationen Anwendung finden.

    • Was wir tun

      Wir unterstützen bei der Analyse der Bedarfe der Zivilgesellschaft, damit diese die digitalen Technologien möglichst gut nutzen kann. Wir entwickeln gemeinsam Formate, die der Zivilgesellschaft dienen, um sich bestmöglich zu vernetzen. Wir gehen gemeinsam mit der Zivilgesellschaft auf Entdeckungsreise, testen Innovationen und Tools.

  • Digitale Kompetenzen
    • Was wir beobachten

      Nicht jede_r ist mit einem Smartphone in der Tasche aufgewachsen. Und selbst für diese Menschen heißt Bedienen digitaler Technologien nicht gleich auch Beherrschen. Trotzdem möchten und sollen alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, das immer mehr auch digital stattfindet – zum Beispiel in und durch soziale Medien. Die Vermittlung von digitalen Grundkompetenzen ist Voraussetzung dafür, dass alle mitmachen, mitgestalten und dabei sein können. Die Potenziale sind enorm, nicht nur für ältere Menschen und den Kampf gegen Vereinsamung. Der soziale Zusammenhalt ist wichtiger denn je.

    • Was wir tun

      Wir entwickeln konkrete Schritte, um die digitalen Kompetenzen von allen Menschen auszubauen und unterstützen das BMFSFJ bei der Vermittlung dieser Kompetenzen.

  • Neue Wege der Beratung
    • Was wir beobachten

      Digitalisierung verändert Lebens- und Alltagswelten: Informationen sind eine Suchmaschine entfernt, „Freunde“ sind nicht mehr nur diejenigen, mit denen man die Freizeit teilt. Wir nehmen digitale Medien als selbstverständlich an und vergessen dabei hin und wieder, dass nicht das ganze Leben schon ‚digital‘ ist. Wir haben Zugriff auf viel mehr Informationen, Netzwerke und Angebote – wenn wir sie denn finden oder sie uns finden.

      Gerade für die vielfältigen Unterstützungs- und Beratungssysteme - zum Beispiel in der Sozialen Arbeit - ist das eine Herausforderung. Viele neue Wege werden eröffnet, aber sie verlangen nach Orientierung und neuen Kompetenzen – bei Fachkräften, Organisationen und Klient_innen. Für die Beratung in Deutschland geht die Digitalisierung mit großen Chancen einher. Doch wie müssen Beratungsangebote in der digitalen Gesellschaft aussehen, damit sie ankommen und genutzt werden?

    • Was wir tun

      Wir unterstützen bei der Definition und Analyse des Bedarfs der Beratungseinrichtungen und der Beratungssuchenden. Wir identifizieren und arbeiten mit Best-Practice-Beispielen. Gemeinsam designen und durchlaufen wir einen maßgeschneiderten Prozess, um neue, praktische Anwendungen für relevante Felder zu entwickeln, zu testen und einer breiteren Community bereitzustellen.

  • Begleitender Sozialstaat für die digitale Gesellschaft
    • Was wir beobachten

      Digitale Technologien können Kommunikation einfacher, enger und direkter machen, egal ob zwischen Menschen oder zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Staat. Diese Chance zu ergreifen wird vom Staat – zu Recht – erwartet. Aber es reicht nicht, Leistungen lediglich online anzubieten. Die Potenziale digitaler Technologien, Leistungen auch dort ankommen zu lassen, wo sie gebraucht werden und Anspruch besteht, sollen genutzt werden.

    • Was wir tun

      Wir unterstützen bei der Gestaltung und Weiterentwicklung staatlicher Angebote und analysieren, welche digitalen Formate geeignet sind. Darauf aufbauend begleiten wir das Ministerium bei der Entwicklung und der Implementierung von innovativen, digitalen Tools.

  • Digitale Ethik
    • Was wir beobachten

      Mit großer Macht geht große Verantwortung einher – das trifft auch auf die Möglichkeiten digitaler Technologien zu. Deshalb stellen sich auch immer mehr ethische Fragen gerade da, wo es rechtliche Rahmen (noch) nicht gibt oder sie der Lebenswirklichkeit nicht angemessen scheinen. Wenn Künstliche Intelligenz Entscheidungen trifft (oder nur vorbereitet), wenn bestimmte Kommunikationsmedien der einzige - aber eigentlich nicht legale – Weg zu Zielgruppen sind, wenn mehr Daten zu sammeln vielleicht nicht notwendig, aber lohnenswert ist – dann treten ethische Fragen und Dilemmata auf. Es ist wichtiger denn je, eine digitale Ethik für digitale Systeme zu etablieren.

    • Was wir tun

      Wir setzen uns damit auseinander, wie eine digitale Ethik – nicht nur für Big Data und Künstliche Intelligenz – aussehen kann und entwickeln Strategien, wie ethische Erwägungen in einer immer schneller werdenden technischen Entwicklung ganz praktisch etabliert werden können.

  • Chancengerechtigkeit
    • Was wir beobachten

      Digitale Technologien haben große Potenziale, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden, indem Hürden abgebaut und Zugänge verbessert werden. Aber sie sind nicht automatisch Gleichmacher. Weil digitale Technologien selbst ausgrenzen können, weil sie nicht voraussetzungslos sind, weil nicht jede_r Zugang zu ihnen hat, oder sie zu bedienen weiß, können sie bestehende Ungleichheiten vergrößern und neue schaffen. Es kommt deshalb nicht nur darauf an, Zugänge zu erleichtern und Kompetenzen zu stärken. Gerechte Chancen müssen auch durch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Ausgrenzungen und Benachteiligungen abbauen und verhindern.

    • Was wir tun

      Wir legen ein wachsames Auge auf ausgrenzende und benachteiligende Strukturen und Tendenzen in der digitalen Gesellschaft und identifizieren wirksame Ansätze und Prinzipien, um Ungleichheiten und Chancenungerechtigkeit zu überwinden.

Team

Wir sind ein interdisziplinäres Team und schauen mit unterschiedlichen Perspektiven auf die Digitalisierung.

Für den Betrieb des Innovationsbüros hat das Bundesfamilienministerium das iRights.Lab beauftragt.

Das iRights.Lab ist ein unabhängiger Think Tank zur Entwicklung von Strategien und praktischen Lösungen, um die Veränderungen in der digitalen Welt vorteilhaft zu gestalten. Er unterstützt öffentliche Einrichtungen, Stiftungen, Unternehmen, Wissenschaft und Politik dabei, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und die vielschichtigen Potenziale effektiv und positiv zu nutzen. Dazu verknüpft es rechtliche, technische, ökonomische und gesellschaftspolitische Expertise.

Team des Innovationsbüros

Kontakt

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